Empfehlungen
A   B   C   D   E   F   G   H   I   J   K   L   M   N   O   P   Q   R   S   T   U   V   W   X   Y   Z  
  Home Top 10 Fachbereiche News Hilfe & FAQ
 

Sozialarbeit

Sozialarbeit bezeichnet organisierte, von Sozialarbeitern durchgeführte persönliche Betreuung von Personen, die aufgrund ihrer sozialen Stellung, ihres seelischen oder körperlichen Befindens dieser Betreuung bedürfen (z. B. schwerbehinderte, ausländische oder von akuten Problemen betroffene Personen). Grund legendes Ziel aller Maßnahmen der Sozialarbeit ist es, Hilfe zur Selbsthilfe zu leisten.
In Großbetrieben ist in der Regel ein Sozialdienst im Stellenplan ausgewiesen und mit Sozialarbeitern besetzt. Deren Verhandlungspartner sind Vertreter der Arbeitgeberseite, gegenüber denen die soziale Probleme eines Mitarbeiters vertreten, oder der Betriebsrat, dem die soziale oder psychologische Bedingtheit von Krankheit vermittelt werden soll, damit dieser aufgrund seines Vertretungsrechts die Interessen eines Mitarbeiters gegenüber dem Arbeitgeber wahren kann. Sozialarbeit im Betrieb besteht häufig darin, Mitarbeitern bei Formalitäten und Anträgen für sozialpolitische Leistungen (z. B. Beihilfe-, Wohngeld-, Rentenanträge) zu helfen, wodurch teilweise schwerwiegende soziale oder psychologische Probleme aufgedeckt werden. Zunehmende Bedeutung kommt der Sozialarbeit angesichts der steigenden Alkoholismusrate und Medikamentensucht zu. Außer bei der praktischen Einzelhilfe wird der betriebliche Sozialdienst bei Aufbau, Inanspruchnahme, Modifikation und Ausbau institutionalisierter Lösungsangebote für gehäuft auftretende sozial-materielle und psy-cho-soziale Probleme tätig. Bei diesen institutionalisierten Lösungsangeboten handelt es sich z. B. um materielle Leistungen (z. B. Personaldarlehen, Baudarlehen, Betriebsrenten);
soziale Werkseinrichtungen (z. B. Kantine, Cafeteria, Einkaufsladen, Kindergarten, Werkbusverkehr);
Beratung und Hilfe durch Fachkräfte (z. B. Betriebsarzt, Fachkräfte für Arbeitssicherheit, klinischer Betriebspsychologe).

In der Wirtschaftssoziologie: auch: soziale Fürsorge, die Beschäftigung mit Devianten (Menschen, die von den herrschenden Normen abweichen) und Armen zu dem verkündeten Zweck, deren soziale Lage zu verbessern. Während man früher als Aufgabe der Sozialarbeit eine \'Hilfe\' für den einzelnen ansah, diskutiert man heute, ob nicht sozialpolitische Massnahmen oder eine Reproletarisierung der Deklassierten die Aufgabe der Sozialarbeit sei. Neuere Untersuchungen kritisieren, dass der tatsächliche Erfolg der Sozialarbeit vor allem in sozialer Kontrolle und Anpassung an die Massstäbe der Normalität besteht. Die Sozialarbeit sucht noch nach einer sozialwissenschaftlichen Fundierung ihrer Methoden.

Vorhergehender Fachbegriff: Sozialamt | Nächster Fachbegriff: Sozialaufwand



  Diesen Artikel der Redaktion als fehlerhaft melden & zur Bearbeitung vormerken

   
 
 

   Weitere Begriffe : Verbrauchspreis als Verrechnungspreis | Feedback-Management | Lernen

   Praxisnahe Definitionen

Nutzen Sie die jeweilige Begriffserklärung bei Ihrer täglichen Arbeit. Jede Definition ist wesentlich umfangreicher angelegt als in einem gewöhnlichen Glossar.

  Wissenschaft

  Definition

  Konditionenpolitik

   Fachbegriffe der Volkswirtschaft

Die Volkswirtschaftslehre stellt einen Grossteil der Fachtermini vor, die Sie in diesem Lexikon finden werden. Viele Begriffe aus der Finanzwelt stehen im Schnittbereich von Betriebswirtschafts- und Volkswirtschaftslehre.

  Externe Effekte

  Marktversagen

  Wettbewerbsbeschränkungen

   Beliebte Artikel

Bestimmte Erklärungen und Begriffsdefinitionen erfreuen sich bei unseren Lesern ganz besonderer Beliebtheit. Diese werden mehrmals pro Jahr aktualisiert.

  Multiplikatorwirkung

  Verlustausgleich

  Fremdwährungskonto


     © 2014 Wirtschaftslexikon24.com       All rights reserved.      Home  |  Datenschutzbestimmungen  |  Impressum  |  Rechtliche Hinweise