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Hanse

(altdeutsch ,bewaffnete Schar*); ursprünglich genossenschaftlich organisierte kaufmännische Zusammenschlüsse für den Fernhandel (Mitte 11.Jh. in Flandern). Sie entwickeln sich zu Bündnissen der (Kaufmanns-)Städte, aus denen mit dem Vorort Lübeck 1358 die ,Deutsche Hanse* hervorgeht. Sie umfasst mit wechselnden Mitgliedschaften in der Zeit grösster Machtfülle (1370-1400) über 200 Städte zwischen Flandern und Polen. Die Hanse ist ein wirtschaftlicher Interessenverband ohne politische Führungsspitze, erreicht aufgrund ihrer wirtschaftlichen Bedeutung aber auch eine politische Machtstellung; regelmässige Jahrestagungen (Tagfahrten) zu Pfingsten am Vorort Lübeck; Beschlüsse werden in Hanserezessen niedergelegt. Regional nach fünf Quartieren aufgeteilt unterhält sie grosse Auslandskontore in Nowgorod, London (Stalhof), Bergen (Deutsche Brücke), Antwerpen und Stockholm. Starke Verdichtung des Handels mit der als Schiff bevorzugten Kogge (bis 200 t). Wichtige Handelsgüter sind u. a. Salz (Konservierungsmittel), Hering, Pelzwerk, Wachs, Honig und Tuche. Ab 1500 beginnt der Verfall (letzter Hansetag 1669) durch Erstarken der Nationalstaaten (Schliessung der Auslandskontore). Die Holländer brechen die Monopolstellung der Hanse in der Ostsee. Der Handel verlagert sich in die Atlantikhäfen.                                 Literatur: Dollinger, P., Die Hanse, Stuttgart 1977.

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