Empfehlungen
A   B   C   D   E   F   G   H   I   J   K   L   M   N   O   P   Q   R   S   T   U   V   W   X   Y   Z  
  Home Top 10 Fachbereiche News Hilfe & FAQ
 

affektiv-kognitive Konsistenz

In seiner kogniti­ven Theorie der Einstellung, die Morris J. Ro­senberg 1956 entwickelte und 1960 elaborierte, ergibt sich die Gesamteinstellung aus den sub­jektiven Vorstellungen des Einstellungssubjekts von den Möglichkeiten eines Einstellungsobjekts, die subjektiven Werte zu fördern bzw. zu behin­dern, aufgeteilt in die Bedeutung dieser Werte (value importance) und die empfundene Instru­mentalität eines Objekts hinsichtlich dieser Werte (perceived instrumentality).
Die Gesamteinstellung ist das Ergebnis einer Summierung über die Zahl der Werte und nicht über die Zahl der Objekteigenschaften. Ge­genüber dem herkömmlichen Drei-Kompo­nenten-Modell handelt es sich bei dem Rosen­bergschen Konsistenzmodell also um eine Zwei-Komponenten-Theorie der Einstellung, wo­bei die affektive Reaktion auf einen Einstellungs­gegenstand auf Überzeugungen bzw. Kogni­tionen basiert, die das Objekt in eine Kausalbe­ziehung zu positiv oder negativ bewerteten Ziel­vorstellungen bringen. Ist ein Einstellungssubjekt überzeugt, dass ein Objekt eine negative Zielvor­stellung erleichtert und eine positive Vorstellung erschwert, so führt dies zu einer negativen Ein­stellungskomponente. Die Einstellung einer Per­son ist mithin operational durch das Produkt aus der subjektiven Wichtigkeit eines Ziels für eine Person und der subjektiven Überzeugung dieser Person bestimmt, dass das Einstellungsobjekt, das jeweilige Ziel fördert bzw. behindert. Die Theorie der affektiv-kognitiven Konsistenz nimmt an, dass die Individuen danach streben, in Fällen von Dissonanzen eine affektiv-kognitive Konsi­stenz herzustellen, indem sie entweder die affek­tive Bewertung eines Einstellungsobjekts oder ih­re kognitiven Oberzeugungen über seine Be­schaffenheit ändern.
vgl. kognitive Dissonanz

Vorhergehender Fachbegriff: Affekthandlung | Nächster Fachbegriff: Affektive Einstellungskomponente



  Diesen Artikel der Redaktion als fehlerhaft melden & zur Bearbeitung vormerken

   
 
 

   Weitere Begriffe : closed shop | prozeßabhängige Qualifikationen | Erklärung

   Praxisnahe Definitionen

Nutzen Sie die jeweilige Begriffserklärung bei Ihrer täglichen Arbeit. Jede Definition ist wesentlich umfangreicher angelegt als in einem gewöhnlichen Glossar.

  Marketing

  Definition

  Konditionenpolitik

   Fachbegriffe der Volkswirtschaft

Die Volkswirtschaftslehre stellt einen Grossteil der Fachtermini vor, die Sie in diesem Lexikon finden werden. Viele Begriffe aus der Finanzwelt stehen im Schnittbereich von Betriebswirtschafts- und Volkswirtschaftslehre.

  Investitionsrechnungen

  Marktversagen

  Umsatzsteuer

   Beliebte Artikel

Bestimmte Erklärungen und Begriffsdefinitionen erfreuen sich bei unseren Lesern ganz besonderer Beliebtheit. Diese werden mehrmals pro Jahr aktualisiert.

  Cash Flow

  Bausparen

  Fremdwährungskonto


     © 2015 Wirtschaftslexikon24.com       All rights reserved.      Home  |  Datenschutzbestimmungen  |  Impressum  |  Rechtliche Hinweise
Aktuelles Wirtschaftslexikon