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bubbles

(= Blasen) Preisentwicklungen auf Finanzmärkten, bei denen sich die aktuellen Preise von ihren Gleichgewichtswerten immer weiter entfernen. Das Konzept wurde zunächst entwickelt, um Aktienkursentwicklungen erklären zu können. Später fand es auch Eingang in die Wechselkurstheorie. Seine besondere Attraktivität liegt darin, dass Kurs- und Preisbewegungen vom Gleichgewichtswert weg nicht auf Irrationalität zurückgeführt werden müssen, sondern im Gegenteil bei rationalen Erwartungen unter bestimmten Bedingungen zwingend sind. Die Kernidee besteht darin zu unterscheiden zwischen dem Wissen, dass eine Blase platzt, und dem Unwissen darüber, wann sie platzt. Dass Blasen irgendwann einmal platzen müssen, wissen die Marktteilnehmer aus Erfahrung. Weil sie aber den Zeitpunkt nicht kennen, bilden sie darüber Erwartungen. Die Erwartungen des Platzens und damit die Rückkehr zum Gleichgewichtskurs bzw. die Erwartung des Fortgangs der Bewegung vom Gleichgewicht weg und damit das Größerwerden der Blase gewichten sie mit bestimmten Wahrscheinlichkeiten. Wenn z.B. der Gleichgewichtskurs des Dollars bei 1,50 EUR, der tatsächliche Kurs jedoch bei 2,- EUR liegt und die Wirtschaftssubjekte die Wahrscheinlichkeit des Platzens und Nichtplatzens der Blase für die nächste Periode auf jeweils 50% einschätzen, wird sich für den Fall des Nichtplatzens der Blase der Dollarkurs entsprechend dem Bubble-Pfad auf 2,50 EUR fortentwickeln. Erwarteter und tatsächlicher Kursanstieg sind bei nicht platzender Blase gerade so groß, dass sie die Dollarbesitzer entschädigen können für den drohenden Kursverlust im Falle des Platzens der Blase. Die Erwartung eines sich von seinem Gleichgewichtswert mit immer größer werdenden Abständen entfernenden Assetpreises ist unter solchen Bedingungen folglich völlig rational. Literatur: Gärtner, M. (1990). Blanchard, O.J. (1979)

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