Empfehlungen
A   B   C   D   E   F   G   H   I   J   K   L   M   N   O   P   Q   R   S   T   U   V   W   X   Y   Z  
  Home Top 10 Fachbereiche News Hilfe & FAQ
 

Cross-cultural research

Teilbereich der Konsumentenforschung sowie der Auslandsmarktforschung, die sich mit den kulturellen Unterschieden ver­schiedener kultureller Gruppen beschäftigt. Nach Hofstede zeichnet sich eine kulturelle Gruppe dadurch aus, dass die Gruppenmit­glieder Sachverhalte, mit denen sie konfron­tiert werden, sehr ähnlich interpretieren. Verschiedenen Kulturen sind unterschiedli­che Verhaltensweisen eigen, was für das internationale Marketing bedeutsam ist. Dies muss gleichwohl nicht heißen, dass sich die Mitglieder einer kulturellen Gruppe im­mer gleichartig bzw. immer anders als andere Gruppen verhalten, wie auch der Erfolg von Weltmarkenunterstreicht. Kulturen können gesamte Staaten aber auch Teile von Staaten umfassen. Bei der Analyse von Auslandsmärkten können sich zwei mögliche Extreme ergeben, nämlich zum ei­nen die Feststellung, dass der untersuchte Markt bezüglich der wesentlichen (kulturel­len) Merkmale identisch mit dem Heimat­markt ist und zum anderen, dass keinerlei Ähnlichkeiten zum heimischen oder zu an­deren Märkten bestehen. Innerhalb dieser Extreme kann eine Positionierung einzelner Auslandsmärkte vorgenommen werden. Im Zusammenhang mit der Erfassung von Gemeinsamkeiten und Unterschieden im in­ternationalen Kulturvergleich unterschiedet man den „emic-“ und den „etic-Ansatz“ .Ein nach dem emic-Prinzip angelegtes For­schungsvorhaben versucht, die Vergleich­barkeit internationaler Ergebnisse dadurch zu garantieren, dass das Erhebungsinstru­ment freibleibt von kulturspezifischen Ein­flüssen. Ein Fragebogen wird für den Einsatz im Ausland lediglich übersetzt - was jedoch bereits eine kulturelle Beeinflussung bedeu­tet - die Frageninhalte bleiben für alle zu be­fragenden Gruppen gleich. Der etic-Ansatz hingegen betont kulturspe­zifische Sachverhalte weitaus stärker, indem das Erhebungsinstrument auch inhaltlich auf die jeweilige Probandengruppe zugeschnitten wird. Hierunter leidet die Vergleichbar­keit der Ergebnisse bei verschiedenen Grup­pen erheblich. Aufgrund der geschilderten Unzulänglich­keiten bemüht sich die Praxis, Mischformen zu entwickeln, die einen Kompromiß zwi­schen dem emic- und dem etic-Prmzip dar­stellen. Das Kernproblem im Rahmen der interkul­turellen Marktforschung ist die Vergleich­barkeit bzw. Äquivalenz. Diese Äquivalenz ist sowohl im Bereich der konzeptionell-in­haltlichen Gestaltung eines Erhebungsin­struments als auch in Bezug auf meßtech- nisch-formale Aspekte anzustreben. Bei der konzeptionell-inhaltlichen Äquiva­lenz unterscheidet man die folgenden Aspek­te: - konzeptionelle Äquivalenz (bezogen z.B. auf die unterschiedliche Betrachtung von Innovatoren in verschiedenen Kulturen), - funktionelle Äquivalenz (etwa bei unter­schiedlichen Funktionen des Einkaufens), - kategorielle Äquivalenz (z.B. aufgrund kulturspezifischer Zuordnung von Be­rufsgruppen zu sozialen Schichten). Auch bei der meßtechnisch-formalen Ver­gleichbarkeit lassen sich drei Ansätze auffüh­ren: - Äquivalenz von Maßen und visuellen Stimuli (angestrebt z.B. durch die Ver­wendung entsprechender physikalischer Größen sowie die Beachtung von Unter­schieden bei der Beurteilung von Farben, Formen etc.) - Äquivalenz der Übersetzung (Notwen­digkeit der sinngemäß exakten Übersetzung) - Skalen-Äquivalenz (bei unterschiedlicher Reaktion von Probanden auf z. B. 5- oder 6-stellige, aufsteigende oder abfallende Skalen).             t

Literatur:  Douglas, S.; Craig, S., International Marketing Research, Englewood Cliffs, N.J. 1983.

Vorhergehender Fachbegriff: Cross-Cultural Groups | Nächster Fachbegriff: Cross-Currency Interest Rate Swap



  Diesen Artikel der Redaktion als fehlerhaft melden & zur Bearbeitung vormerken

   
 
 

   Weitere Begriffe : Planbezugsgröße | Gruppenkoordinator | Quotenlizenz

   Praxisnahe Definitionen

Nutzen Sie die jeweilige Begriffserklärung bei Ihrer täglichen Arbeit. Jede Definition ist wesentlich umfangreicher angelegt als in einem gewöhnlichen Glossar.

  Marketing

  Definition

  Konditionenpolitik

   Fachbegriffe der Volkswirtschaft

Die Volkswirtschaftslehre stellt einen Grossteil der Fachtermini vor, die Sie in diesem Lexikon finden werden. Viele Begriffe aus der Finanzwelt stehen im Schnittbereich von Betriebswirtschafts- und Volkswirtschaftslehre.

  Investitionsrechnungen

  Marktversagen

  Umsatzsteuer

   Beliebte Artikel

Bestimmte Erklärungen und Begriffsdefinitionen erfreuen sich bei unseren Lesern ganz besonderer Beliebtheit. Diese werden mehrmals pro Jahr aktualisiert.

  Cash Flow

  Bausparen

  Fremdwährungskonto


     © 2017 Wirtschaftslexikon24.com       All rights reserved.      Home  |  Datenschutzbestimmungen  |  Impressum  |  Rechtliche Hinweise
Aktuelles Wirtschaftslexikon