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Axiom

Der Begriff Axiom wird mit zwei unterschiedlichen Inhalten gebraucht. Der traditionelle Sinngehalt von Axiom besteht darin, daß es einen grundsätzlichen Lehrsatz darstellt, der ohne Beweise einleuchtet. Der moderne Sinngehalt von Axiom ist darin zu sehen, daß ein Axiom einen Grundsatz enthält, wobei nur solche Sätze gelten, die aus den Axiomen durch logische Operationen gewonnen werden können. Es kommt dabei nicht darauf an, daß die Axiome einleuchtend sind, vielmehr ist wichtig, daß die Sätze unabhängig, widerspruchsfrei und vollständig sind. Auch für die Betriebswirtschaftslehre ist eine solche axiomatische Fundierung wichtig.

In der Wirtschaftssoziologie: grundlegender Satz in einem System von Aussagen. [1] Nach der älteren Auffassung (Aristoteles) leuchtet das Axiom unmittelbar als richtig ein und kann als Grundlage des Aussagensystems auch nicht aus anderen Aussagen bewiesen werden.

[2] Nach der auf D. Hubert zurückgehenden Auffassung werden die im Axiom genannten Begriffe durch das Axiom erst eingeführt und beanspruchen keine Geltung ausserhalb des Axiomenzusammenhangs.

nach der auf Aristoteles zurückgehenden Wissenschaftsauffassung eine Aussage, die unbe- zweifelbar wahr (evident) ist, so dass es keiner weiteren Prüfung ihrer Richtigkeit bedarf. Der darin zum Ausdruck kommende Essentialismus hat sich im Laufe der Wissenschaftsgeschichte als fragwürdig erwiesen; denn es mussten immer wieder vormals als evident geltende Einsichten korrigiert werden. Nach heutiger Auffassung sind Axiome Gesetzesaussagen bzw. nomologische Hypothesen innerhalb einer Theorie. Die in den Wissenschaften immer wieder unternommenen Versuche, die Aussagen logisch zu ordnen, werden als Axiomatisierung bezeichnet. Dabei wird insb. gefordert, dass die Axiome untereinander widerspruchsfrei sein sollen (Konsistenzpostulat). Da das Auftreten von Widersprüchen aber nicht von vornherein ausgeschlossen werden kann, ist lediglich zu verlangen, dass Widersprüche zu elemi- nieren sind, wann immer man auf sie stösst. Die Axiomatisierung von Theorien ist allerdings kein erkenntnistheoretisches Ideal an sich, sondern muss ganz im Dienst der Kritik stehen. Sie ist insb. kein Verfahren, das die empirische Überprüfung überflüssig macht.   Literatur: Popper, K. R., Logik der Forschung, Aufl., Tübingen 1984, S. 41 ff.  

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