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Kostenrechnung, EDV-Unterstützung

Übertragung insbesondere reiner Rechenarbeiten bei hohen Informationsmengen in der Kostenrechnung vom Menschen auf die EDV. Wichtigster Punkt ist die Kenntnis der Möglichkeiten, vor allem aber der Grenzen des Systems. Computer können nicht nur Kosten sparen, sondern auch Kosten verursachen bis hin zum Ruin der Firma, wenn die Fehler nicht bemerkt werden. Wer seine Firma, seine Lagerverwaltung, seine Buchhaltung usw. ohne Computer versteht, für den kann die Technik eine Hilfe sein, wenn er diszipliniert genug ist. Aber auch wenn manche Manager offenbar an eine Art beherrschbaren »Computer-Kommunismus« glauben (alles genauso groß wie im Ostblock und mit Mega-Fusionen zukünftig immer noch größer und komplexer, und alles ganz einfach und bequem ohne Fach- und Sachkenntnisse per Computer und Mausklick zu lenken), Computer ersetzen keinesfalls den fehlenden Überblick und können schon gar nicht die Zukunft berechnen. Tabellenkalkulationsprogramme (bekanntestes Beispiel EXCEL), evtl. in Verbindung mit Datenbanken (wie ACCESS), bieten eine vergleichsweise einfache und komfortable Möglichkeit, auch komplexere Berechnungen mit vordefinierten und selbst definierbaren Funktionen auszuführen, allgemein verständlich zu dokumentieren und grafisch darzustellen. Entscheidender Vorteil ist die schnelle Änderung von Parametern/Formeln (Vorsicht, Dokumentation) und die sofortige Anzeige der Ergebnisse, d.h., es können Varianten/Szenarien (»was wäre, wenn«) durchgespielt werden. Bei neueren Programmen wird dies durch eingebaute Sonderfunktionen unterstützt (z.B. in EXCEL: Zielwertsuche, Solver, Scenario-Manager; zu beachten ist, dass Zielwertsuche und Solver nicht immer das absolute Optimum finden: diese »tools« denken nicht, sondern probieren). Ein Nachteil derartiger Lösungsansätze besteht im oft schlecht funktionierenden Im-/Export von Daten; selbst Microsoft-Produkte untereinander haben da zuweilen ihre »Sprachprobleme«. Integrierte Systeme: Braucht man die teurere »eierlegende Wollmilchsau«, die alles (ein bisschen, aber nichts vollständig) kann, für die tatsächliche Aufgabe? Das Laden nur der benötigten Programmteile oder das Arbeiten mit einfacheren Einzelprogrammen ist oft sinnvoller. Robustheit und Übersichtlichkeit sollten Vorrang vor tausendundeiner nicht genutzten Zusatzfunktion haben. Als »Krone der Schöpfung« gelten hoch komplexe Systeme wie die der SAP AG. So vorteilhaft diese ausgereifte Technologie für große Datenmassen und Routineprobleme z.B. der Materialwirtschaft auch ist, es gibt einige gravierende Nachteile: a) hoher Investitions- und Schulungsbedarf, b) keine Einflussmöglichkeit auf das »Innenleben« (uns ist jedenfalls keine Überlassung der »Quellcodes« bekannt). Zum Teil Nutzung übervereinfachter Modelle wie der Grenzplankostenrechnung. Werkzeuge wie Tabellenkalkulation, Datenbanken und besonders integrierte Systeme sind vergleichsweise einfach zu bedienen, solange es sich um kleine, übersichtliche Problemstellungen und einfache Grafiken handelt. Bei komplexeren Formeln und umfangreicheren Grafiken stoßen sie allerdings an Grenzen bei der Bedienbarkeit, Geschwindigkeit, Übersichtlichkeit und Verständlichkeit (Fehlersuche), hier sind die direkte Programmierung und der Mensch erheblich leistungsfähiger.

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