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Mark

Das Wort »Mark« stammt aus dem nordgermanischen/skandinavischen Sprachraum. Ursprünglich bezeichnete »marca« höchstwahrscheinlich eine Markierung auf Silber- und Goldbarren, die Schrot und Korn garantieren sollte. Das Wort ist eng verwandt mit »Marke«, hat einen gemeinsamen Ursprung mit der Bedeutung »Grenze, Abgrenzung, Zeichen, Beweis«. Seinerzeit mußten Münzen bei größeren Beträgen noch abgewogen werden (Geldgeschichte II). Die Mark war später eine Gewichtseinheit für das Edelmetallgewicht einer Münze (Kölnische Mark). Als Geldmünze im heutigen Sinne wurde die Mark erst 1871 eingeführt. Am 21. März 1871 konstituierte sich in Berlin der Deutsche Reichstag. Bereits am 4. Dezember 1871 erläßt er das erste Münzgesetz des Deutschen Reiches. Der Reichstag führt als reichseinheitliche Währung die Mark (Reichsmark) zu 100 Pfennig ein. Die Währungsbezeichnung ist übrigens eine Referenz an die Stadt Hamburg und die traditionsreiche, bereits 1619 gegründete Hamburger Bank (Geldgeschichte V).

Kurzbezeichnung für die frühere Deutsche Mark, Nachfolgerin der (Deutschen) Reichsmark, Vorgängerin des Euro. Mit entspr. Zusätzen auch Währungseinheit in anderen Staaten.

1.   als Gewichtseinheit (Markierung eines Silberbarrens, ,marca‘) erlangt die ,kölnische Mark‘ von 233,855 g Bedeutung, seit dem 11. Jh. geteilt in 8 Unzen = 16 Lot = 64 Quentchen; abweichende Markgewichte kommen vor. Im 16. Jh. als Münzbezeichnung verwendet (Lübeck); seit 1873 Reichswährung (1 Gold-Mark = 100 Pfennig = 0,   3544 g Feingold). 2.   Bezeichnung eines Grenzbezirks im frühen Mittelalter (z.B. Mark Brandenburg), verwaltet von einem ,Markgrafen* zur Grenzsicherung.

Die Mark als Zahlungsmittel ist rd. 950 Jahre alt. Sie löste im 11. Jahrhundert das bis dahin gültige karolingische Pfund ab. Die Mark war ursprünglich eine germanische Gewichtseinheit. Die heutige Mark gibt es erst seit 1871 (Reichsgründung durch Bismarck). Vorher gab es in jedem Fürstentum eine eigene Währung, z. B. flandrische Mark, nordische Mark, Hamburger Mark, italienische Mark, Kölner Mark, Venedig-Nürnberger Mark, Prager Mark, Wiener Mark. Daneben gab es preußische Taler, Reichstaler, rheinische, fränkische und österreichische Gulden.
Siehe auch: Reichsmark, Deutsche Mark, Euro

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