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Feedforward

z.B. als Plan-Wird-Vergleich; siehe auch   Früherkennung, gerichtete sowie   Feedback (Plan-Ist­Vergleich).

Als Feedforward bezeichnet man in der Kybernetik Informationen über die Faktoren, die künftig auf die Regelstrecke einwirken werden. Beim einfachen Regelkreis ist dieser Fall nicht enthalten. Inhalt und Bedeutung des Feed-forward werden deutlich, wenn man es in seinem Verhältnis zur Störgröße und zur Regelgröße be­trachtet.
Störgrößencharakter haben jene Faktoren, die auf den zu regelnden Prozess (Regelstrecke) ein­wirken und die zu einer Soll-Ist-Abweichung führen. Dabei ist es begrifflich ohne Bedeutung, ob die Soll-Ist-Abweichung letztlich als günstig oder als ungünstig bewertet wird. Störgröße kann also z.B. auch eine unerwartet starke Kunden­nachfrage sein, auch wenn diese Entwicklung für die Zukunftsaussichten noch so sehr begrüßt wird. Denn da man sich auf eine niedrigere Nach­frage eingestellt hatte, ist es zu einer Soll­Ist-Abweichung gekommen und allein dies ist für die - wertneutrale - Fassung des Störgrößenbe­griffes von Bedeutung.
Das Feedforward gibt Aufschlüsse über die auf die Regelstrecke wirkenden Faktoren. Wird ein Faktor richtig und rechtzeitig vorausgesagt, kann seine Wirkung bei der Stellgrößenbestimmung berücksichtigt werden. In diesem Falle hat der Faktor dann nicht mehr Störgrößencharakter. Von der Gesamtheit aller auf den zu regelnden Prozess (Regelstrecke) einwirkenden Faktoren haben nur jene Störgrößencharakter, deren Wir­kung bei der Gestaltung der Stellgröße nicht oder nicht ausreichend berücksichtigt (“eingeplant”) wurde. Die Grundlage für die Berücksichtigung der künftigen Faktoreinwirkungen liefert das Feedforward.
Das Feedback, - Rückkopplung, informiert über den Istzustand des Systems, d.h. über das Er­gebnis eines in der Regelstrecke ablaufenden Prozesses. Im Unterschied zum technischen Re­gelkreis muss dieser Zustand jedoch nicht bereits tatsächlich eingetreten sein:
· Die Regelgröße kann den Charakter einer In­formation über das Ergebnis eines bereits abge­laufenen Prozesses haben (Vergangenheits-Ist).
· Die Regelgröße kann aber auch den Charakter einer Voraussage über das Ergebnis eines noch nicht abgelaufenen Prozesses haben (Progno­se-Ist). Das Prognose-Ist unterscheidet sich vom Feedforward dadurch, dass es das Ergebnis des in der Regelstrecke ablaufenden Prozesses zum Gegenstand hat, während sich das Feedforward auf die das Prozeßergebnis bestimmenden Fak­toren richtet.

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