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Regelkreis

Ein Regelkreis ist ein Modell aus der Kybernetik, bestehend aus einem Regler (Vorgesetzter), der über bestimmte Zielvorstellungen (Soll- oder Führungsgrößen) verfügt, und einer Regelstrecke (Mitarbeiter oder untergeordnete Organisationseinheiten), die mittels geeigneter Informationen (Stellglieder im Sinne von Anweisungen) gesteuert wird. Der von der Regelstrecke geschaffene Ist-Wert (Regelgröße) wird zum Regler rückgemeldet (Rückkopplung, feed back). Dieser kann durch Vergleich von Soll- und Ist-Werten feststellen, ob und welche Abweichungen vorliegen. Nach Erstellung einer Abweichungsanalyse kann korrigierend eingegriffen werden, z.B. durch Verhaltensimpulse an die Regelstrecke oder durch Zielrevision. Der Betrieb ist denkbar als System miteinander gekoppelter einfacher Regelkreise, die vertikal und horizontal miteinander "vermascht" sind oder als System vermaschter Regelkreise, die simultan mehrere Größen regeln.

Das Regeln die Regelung ist ein Vorgang, bei dem eine Größe, die zu regelnde Größe (Regelgröße), fortlaufend erfaßt, mit einer anderen Größe, der Führungsgröße, verglichen und , abhängig vom Ergebnis dieses Vergleichs, im Sinne einer An-gleichung an die Führungsgröße beeinflußt wird. Der sich dabei ergebende Wirkungsablauf findet in einem geschlossenen Kreis, dem Regelkreis, statt« (DIN 19226). Nach dieser DIN-Vorschrift ist der Regelkreis ein in sich geschlossener Wirkungsweg mit einsinniger Wirkungsrichtung.
Die Regelstrecke ist derjenige Teil des Wirkungsweges, welcher den aufgabengemäß zu beeinflussenden Bereich der Anlage darstellt. Eingangsgrößen der Regelstrecke sind die Stellgröße Y und die Störgröße
2. Die Stellgröße Y überträgt die steuernde Wirkung der Einrichtung auf die Strecke. Störgrößen Z in Steuerungen und Regelungen sind alle von außen wirkenden Größen, soweit sie die beabsichtigte Beeinflussung in einer Steuerung oder Regelung beeinträchtigen.
Ausgangsgröße der Regelstrecke ist die Regelgröße X. Die Regelgröße X ist die Größe in der Regelstrecke, die zum Zwecke des Regeins erfaßt wird. Meßort der Regelgröße ist der Ort des Regelkreises, an dem der Wert der Regelgröße erfaßt wird. Die Stelle, an der die Regelgröße X und die Führungsgröße W miteinander verglichen werden, wird Vergleichsstelle genannt. Die Führungsgröße W einer Steuerung oder Regelung ist eine von der betreffenden Steuerung oder Regelung unmittelbar nicht beeinflußte Größe, die dem Regelkreis von außen zugeführt wird und der die Ausgangsgröße der Steuerung oder Regelung in vorgegebener Abhängigkeit folgen soll.
Bei Abweichungen zwischen der Regelgröße X und der FührungsgrößeW löst die Vergleichsstelle einen Steuervorgang aus, der im Stellort abgestimmt wird. Die im Stellort gebildete Stellgröße Y überträgt die steuernde Wirkung auf die Regelstrecke; dieStellgröße Y ist damit Ausgangsgrößedes Stellortes und gleichzeitig Eingangsgröße der Regelstrecke. Die Darstellung des wirkungsmäßigen Ablaufs von Prüfungsprozessen kann in Form eines Regelkreiseserfolgen.

System

Siehe Kybernetik

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