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Fragebogenrücklauf

Anzahl oder Anteil der bei schriftlichen Befragungen zurückgesandten Fragebö­gen. Mangelhafter Rücklauf führt zu vermin­derter Repräsentanz der Ergebnisse, sobald die Grundgesamtheit der Befragung hetero­gen zusammengesetzt ist und nicht damit zu rechnen ist, dass sich die nicht zurückgesand­ten Fragebogen zufällig, d.h. unsystema­tisch, über die Grundgesamtheit verteilen. Für einen mangelhaften Rücklauf können verschiedene Ursachen verantwortlich sein: - abwesende, verreiste, verzogene oder ver­storbene Adressaten, - antwortunfähige Adressaten, z. B. sprach- unkundige Ausländer, - antwortunwillige Adressaten, die aus mangelndem Interesse, Mißtrauen oder Bequemlichkeit die Auskunft verweigern. Zur Verbesserung des Fragebogenrücklaufs gibt es verschiedene organisatorische und technische Möglichkeiten: - telefonische Vorankündigungen - Begleitschreiben mit persönlicher Anrede, Zusicherung von Anonymität, Beschrei­bung des Befragungszwecks und „Dank im voraus“ - äußerlich attraktive Gestaltung des Frage­bogens (Farbe, Format, Länge) - Beifügung eines frankierten Rückum­schlags bzw. (kostengünstiger) eines Um­schlags mit dem Vermerk „Gebühr be­zahlt Empfänger“ - schriftliche oder telefonische Nachfaßaktionen - Koppelung der Befragung mit Gewinnan­reizen - nachträgliches Redressment,d.h. „Nach­besserung“ durch Gewichtung“. Uber die Wirkungen dieser Anreize gibt es divergierende wissenschaftliche Befunde (vgl. Schmalen, 1989). Die durchschnittliche Rücklauf beträgt i. d. R. zwischen einer und zwei Wochen, wobei die sog. Halb­wertzeit meist bei 10-14 Tagen liegt. Die Rücklaufquoten selbst erreichen i. d. R. sel­ten Werte über 40%, häufig sogar nur unter 30%, so dass das Repräsentanzproblem kei­neswegs zu vernachlässigen ist.           H.D

Literatur: ScÄma/ew,//.,Fragebogenrücklaufund Gewinnanreiz, in: Marketing-ZfP,
3. Jg. (1981), S.         187-193.

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