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KEYNES-Fälle

Charakteristika des sog. Slump-Falles, den John M. KEYNES (1936) zum Gegenstand seiner Allgemeinen Theorie machte, womit er aber im wesentlichen nur die Situation der 30er Jahre beschrieb. a) Starre Geldlöhne nach unten, so dass sich Beschäftigungseffekte über Änderungen der Reallöhne, d.h. der Preise vollziehen, wobei Preisänderungen ihrerseits das reale Geldangebot verändern. Der Mechanismus setzt implizit Geldillusion der Arbeitsanbieter voraus. b) Hohe Zinselastizität der -i Geldnachfrage Mn; im Extremfall (»Liquiditätsfalle«; - Liquiditätspräferenz): c)
KEYNES-Fälle Niedrige Zinselastizität der Investitionen I; im Extremfall (»Investitionsfalle«):
KEYNES-Fälle Die KEYNES-Fälle unterbinden die Transmission monetärer Impulse (KEYNES-Effekt) und begründen die Möglichkeit eines Unterbeschäftigungsgleichgewichts (keynesianische Arbeitslosigkeit, Neue Makroökonomik). Die Ergebnisse stehen jedoch unter dem Vorbehalt einer keynesianischen Modellstruktur (makroökonomische Modelle), d.h., dass unter allen Umständen eine zinselastische Geldnachfragekomponente, sei sie auch von geringer quantitativer Bedeutung, vorhanden sein muß. Ob Liquiditätsfalle und Investitionsfalle gemeinsam auftreten oder ob nur eine dieser Konstellationen vorliegt, ist dagegen irrelevant. Als wirtschaftspolitische Quintessenz ergibt sich daraus stets eine Empfehlung für Fiskalpolitik anstatt - Geldpolitik. Literatur: Dornbusch, R., Fischer, S. (1995). Klatt, S. (1989). Richter, R., Schlieper, U., Friedmann, W. (1981). Stobbe, A. (1987). Bhaskar, K., Murray, D. (1976)

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