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theoretisches Konstrukt

Siehe  Konstrukt
 S-R-Modelle;
vgl. S-O-R-Modelle

treten vornehmlich in fortgeschrittenen Sta­dien der wissenschaftlichen Theoriebildung auf. In der Physik sind dies z.B. Masse, Kraft; im Marketing zählen hierzu z. B. die Ein­stellung, die Informationsverarbeitung, die Emotionen usw. Das Bedeutungspro­blem theoretischer Ausdrücke ist in der Ansicht verwurzelt, dass eine Theorie ein objektives Verständnis und eine objektive Anwendung auf reale, empirische Phänome­ne ermöglichen soll. Deshalb muss eine Theo­rie eine Klasse von Sätzen einschließen, die genau bestimmen, wie die theoretischen Ausdrücke verstanden werden sollen und welche Bedeutung sie besitzen. Dazu werden die theoretischen Begriffe durch Reduk­tionssätze schärfer gefaßt. Dabei legt ein Re­duktionssatz keine vollständige Definition des durch ihn beschriebenen Ausdrucks vor, sondern leistet i.d.R. nur eine partielle Fest­setzung seiner Bedeutung. Die verbleibende Indeterminanz eines Ausdrucks kann nach und nach durch Aufstellung zusätzlicher Re­duktionssätze, die sich aus neuen Erkennt­nissen ergeben, verringert werden, so dass die theoretischen Konstrukte schärfer gefaßt und präzisiert werden. Das Verfahren der Reduktion läuft demnach auf eine partielle (konditionale) Definition hinaus und schließt die explizite Definition als einen Spezialfall ein. Theoretische Konstrukte sind jedoch nicht direkt beobachtbar (insofern „hypothe­tisch“, Hypothetisches Konstrukt) und erfordern deshalb im Rahmen der Mes­sung spezielle Vorschriften für die sog.  Operationalisierung. Erst dadurch wird ein theoretisches System zu einer testbaren Theorie mit empirischer Interpretation und Überprüfbarkeit.  

Literatur:  Neibecker, B., Werbewirkungsanalyse Blit Exßdftensystemen, Heidelberg 199Ö.

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