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Beschaffungsallianzen

[s.a Allianzen, strategische; Beschaffungsmanagement] Beschaffungsallianzen sind Formen horizontaler, aber auch vertikaler Kooperationen; sie gehören zu den kooperativen Transaktionsjormen. Ähnlich einer Strategischen Allianz existieren einerseits Beschaffungspartnerschaften zwischen Konsumgüterherstellern sowie zwischen Handelsunternehmen (horizontale Allianzen), andererseits aber auch zwischen Handelsunternehmen unterschiedlicher Stufen, so zwischen Groß- und Einzelhandelsunternehmen (vertikale Allianzen) (vgl, Zentes, 1992a, S. 21).

Ziel von Beschaffungsallianzen ist i.d.R. der gemeinsame Einkauf, der allerdings auf die gemeinsame Durchführung weiterer Aktivitäten ausgedehnt werden kann. In diesem Sinne handelt es sich bei Beschaffungsallianzen um Y-Allianzen, welche primär auf Bündelungseffekte abzielen, d.h. durch das Zusammenlegen der einzelnen Beschaffungsmengen wird versucht, günstige Einkaufskonditionen bei den Lieferanten zu erzielen.

Die Beschaffungsallianzen der Konsumgüterindustrie, insbesondere die im internationalen Bereich, dienen ebenfalls der Erschließung horizontaler Verbundwirkung, so dre abgestimmte Einflussnahme auf die Standortentscheidung von Lieferanten und Initiativen zur Standortverlegung (vgl. Arnold, 1992, S. 649).

Eine weitaus längere Tradition haben Beschaffungsallianzen im Handel (vgl. Zen-tes/Swoboda, 2000a, S. 133f.). Hervorzuheben sind hier die Einkaufsgemeinschaften mit unterschiedlicher Rechtsform, aber auch großhandelsinitiierte (vertikale) Verbundgruppen. Sie sollen durch Bünde-lungs-, Degressions- und Kompetenzverstärkungseffekte strukturelle Nachteile von mittelständischen Unternehmen im Vergleich zu Filialuntemehmen kompensieren.

Dieses Streben nach Bündelungs- und Degressionseffekten, die durch das Zusammenlegen von einzelnen Aktivitäten erzielt werden können, und das Streben nach einer aktivitätsübergreifenden Partnerschaft durch das Zusammenlegen komplementärer Potenziale fördern das Entstehen und die Verbreitung von Franchisesystemen (Franchising).

Neben diesen traditionellen horizontalen und vertikalen Verbundgruppen des Handels treten zunehmend neue kooperative Gruppierungen auf. Selbst filialisierte Unternehmen des (Einzel-)Handels formieren sich zu Einkaufskontoren und öffnen sich für Dritte (vgl. Zentes, 1992a, S. 26).

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