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Engpass

Begrenzung für den Entscheidungsträger aufgrund technischer (z.B. Produktion) oder marktbedingter (z.B. Absatz, Finanzierung) Einflüsse, die den Entscheidungsspielraum in der konkreten Situation tatsächlich einschränken. Bei Kapazitätsengpässen versucht man normalerweise die Dinge zuerst zu erledigen, die den größten Gewinn bringen (zur Rechentechnik Deckungsbeitragsrechnung, Produktionsprogramm, gewinnoptimales). Es kann aber zweckmäßiger sein, lieber auf den sichersten/dauerhaftesten Gewinn zu setzen. Beispiel: Man bietet als freier Dozent natürlich lieber ein 3- bis 4 Tage-Seminar zu 1.200 €/Tag an als einen Halbtagskurs zu 400 €/Tag. Kommt der zu teure Kurs mangels Teilnehmerinteresse nicht zustande, ist der billigere vielleicht schon auf Dauer anderweitig vergeben. Der häufigere »Normalfall« dürfte inzwischen allerdings sein, dass Maschinen und Produktions-/Dienstleistungskapazitäten nicht ausgelastet sind und man vor der Wahl steht, diese entweder aufzugeben/auszulagern oder (Vorwärtsstrategie) durch zusätzliche Aktivitäten mit positivem Deckungsbeitrag besser auszulasten; der Engpass liegt dann nicht in der Produktion, sondern im Absatz. Je nach konkreter Situation des Unternehmens wird das maximal realisierbare Produktionsprogramm vom Engpass begrenzt, z.B. Verfügbarkeit geeigneten Personals und/oder Kreditspielraum und/oder Maschinenkapazität etc. Kommt man an diese Kapazitätsgrenzen, so erhöhen sich die Kosten oft über proportional, z.B. durch Überstunden oder höhere Ausschussraten. Werden zusätzliche Mitarbeiter/ Maschinen benötigt, ergibt dies Kostensprünge (sprungfixe Kosten). Selbst gemachte Engpässe spielen heute wohl insoweit eine zunehmende Rolle, als oft durch zu schlanke Lean Production gezielt auf Verschleiß gefahren und an Material, Maschinen, Personal etc. gespart wird (z.B. Deutsche Bahn AG).

(engl. bottleneck) Als Engpass wird in der Betriebswirtschaftslehre das Auftreten knapper . Kapazitäten in einem betrieblichen Teilbereich (z. B. die Maschine X) im Verhältnis zu den anderen Teilbereichen (z. B. die Maschinen A, B,...) bezeichnet. Wenn beispielsweise die Maschine X 600 Stück Ware pro Stunde produzieren kann und vor und nachgeschaltete Maschinen, die das Produkt bis zur Fertigstellung ebenfalls durchlaufen muss, eine Kapazität von 1000 Stück pro Stunde besitzen, stellt der Teilbereich X einen Engpass dar, da seine Kapazität von 600 Stück pro Stunde als schwächstes Glied in der Produktionskette die Produktionsmenge (Produktion) bestimmt. Soll die Ausbringung auf 1000 Stück pro Stunde erhöht werden, muss die Kapazität des Teilbereiches X an die Kapazität der anderen Teilbereiche angeglichen werden.

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