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Evidenzzentrale

Einrichtung, die zentral die Gesamtverschuldung eines Kreditnehmers zusammenfasst und den meldenden Stellen mitteilt. Die Deutsche Bundesbank sammelt bei Krediten ab drei Millionen Mark solche Meldungen (Millionenkredite). Bei Privatpersonen hat die Schufa in gewisser Weise diese Funktion.

Allg. Organisationseinheit oder ein Verfahren, die/das für die Erkennbarmachung bestimmter, meist alle oder auch bestimmte Banken interessierender Tatbestände zuständig ist, vor allem von Zahlungsschwierigkeiten, Risiken usw. Spez.: Evidenzzentrale für Millionenkredite, für Länderrisiken u.a..

Einrichtung, die in einer zentralen Datei Informationen aus verschiedenen Quellen (z. B. von einzelnen Kreditinstituten) sammelt, zusammenfaßt und zurückmeldet. Beispielsweise fungiert die Deutsche Bundesbank als solche für Millionenkredite; sie erhält von Kreditinstituten Meldungen über Kredite von mehr als 1 Mio. € und unterrichtet die Institute ihrerseits über die Gesamtverschuldung der betreffenden Kreditnehmer.
Auch die SCHUFA (Schutzgemeinschaft für allgemeine Kreditsicherung) hat die Funktion einer Evidenzzentrale.

hat die Funktion, Informationen über eingegangene Risiken zu sammeln, um so durch grössere Transparenz anstehende Risiken besser beurteilen zu können. Dabei handelt es sich für Geschäftsbanken insb. um das Risiko eines hohen Kreditvolumens sowie eines Länderkredites. Die Funktion einer Evidenzzentrale für Millionenkredite nehmen in Deutschland die Landeszentralbanken als Filialen der Deutschen Bundesbank wahr. An sie haben alle Kreditinstitute in Deutschland, die der Bankenaufsicht unterliegen, nach § 14 Kre- ditwesengesetz (KWG) Kredite an einen einzelnen Kreditnehmer im Umfang von 1 Mio. DM und mehr zu melden. Zur Informationssammlung von Länderrisiken hat das  Bundesaufsichtsamt für das Kreditwesen unter Hinweis auf ein Gentlemen\'s Agreement (freiwillige Vereinbarung) über freiwillige Meldungen zwischen den Geschäftsbanken und der Deutschen Bundesbank die Banken gebeten, erstmals für September 1982 konsolidierte Meldungen über bestehende Länderrisiken abzugeben. Mit dem Basler Konkordat haben bereits 1975 die Notenbankpräsidenten der Zehnergruppe und der Schweiz Grundsätze über die Vorgehensweise vorgeschlagen, wie ausländische Stellen von Geschäftsbanken durch die beteiligten Notenbanken überwacht werden sollen. Inzwischen nimmt die Bank für Internationalen Zahlungsausgleich die Funktion einer Evidenzzentrale für die internationale Kreditvergabe von Geschäftsbanken informell wahr (internationale Verschuldung). Im Jahre 1983 veranlasste die weltweite Schuldenkrise die internationalen Geschäftsbanken zur Gründung einer eigenen Evidenzzentrale, des Institute of International Finance (IFF) in Washington.

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