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Güter

lassen sich mit Hilfe des Ausschlussprinzips folgendermaßen charakterisieren: siehe Abbildung oben.

sind alle für die betrieblichen Leistungserstellung benötigten Dinge, denen ein bestimmter Wert zukommt. Ihr wirtschaftlicher Wert beruht einmal auf ihrer Eignung für den Produktionsprozeß, zum anderen auf ihrer mengenmäßigen Knappheit. Die begrifflich exakte Erfassung und Einteilung der Güterarten ist entscheidend für die richtige Behandlung des Gutsverzehrs, entsprechend dem jeweiligen Kostenrechnungsaufbau. (Kostenartenrechnung)

(engl. goods) In einem ökonomischen Zusammenhang werden Güter als Mittel definiert, die der Befriedigung von Bedürfnissen (Bedarf) dienen. Güter können anhand verschiedener Kriterien klassifiziert werden. Beispiele sind: a) freie vs. knappe Güter: Das Unterscheidungskriterium ist hier das Verhältnis zwischen Angebot und Nachfrage. Während bei freien Gütern das Angebot so groß ist, dass sie quasi frei zur Verfügung stehen (z. B. Luft), übersteigt bei knappen Gütern die Nachfrage das Angebot. Sofern ein knappes Gut auf einem Markt gehandelt werden kann, kommt es zur Preisbildung. Ob ein Gut knapp ist oder nicht, liegt jedoch nicht nur in dem Gut selbst begründet, sondern hängt auch von den Rahmenbedingungen ab. So kann z. B. ein Parkplatz zu den Hauptgeschäftszeiten ein knappes Gut sein, außerhalb der Öffnungszeiten jedoch ein freies. b) materielle vs. immaterielle Güter: Materielle Güter sind stoffliche bzw. greifbare Dinge. Sie werden auch als Sachgüter oder Waren bezeichnet. Immaterielle Güter sind hingegen nicht an eine bestimmte stoffliche Erscheinungsform gebunden (z. B. Dienstleistungen, Rechte, aber auch Wissen). c) öffentliche vs. private Güter: Nach Richard A. Musgrave sind öffentliche Güter zum einen dadurch gekennzeichnet, dass niemand aufgrund rechtlicher oder technischer Gegebenheiten von der Nutzung des Gutes ausgeschlossen werden kann (Nichtausschlussprinzip), zum anderen, dass eine Nichtrivalität bzgl. des Konsums besteht, d. h., die Nutzung durch eine Person beeinträchtigt nicht die Nutzung durch andere (Nichtrivalität im Konsum). Bei einem privaten Gut fehlt mindestens eines dieser Merkmale. Beispiele für öffentliche Güter sind die Landesverteidigung oder das Licht eines Leuchtturms. d) substitutive vs. komplementäre Güter: Substitutive Güter können gegeneinander ausgetauscht werden, da sie Bedürfnisse in ähnlicher Weise befriedigen, z. B. Butter und Margarine. Komplementäre Güter bedingen sich in ihrer Nutzung gegenseitig, d. h., der Konsum des einen Gutes zieht den Konsum des anderen nach sich, z. B. Briefpapier und Briefumschläge. e) Verbrauchsgüter vs. Gebrauchsgüter: Gebrauchsgüter erlauben eine mehrmalige Nutzung (z. B. Autos, Glühbirnen). Verbrauchsgüter hingegen gehen beim Konsum unter (z. B. Nahrungsmittel).

In der sozialistischen Wirtschaftslehre: Nach der herrschenden Wirtschaftswissenschaft sind Güter Mittel zur Befriedigung von Bedürfnissen.

Dabei wird zwischen freien Gütern, knappen und wirtschaftlichen Gütern unterschieden. Freie Güter stehen unbeschränkt zur Verfügung und brauchen nicht bewirtschaftet zu werden. Wirtschaftlich gesehen haben sie keinen Preis. Wirtschaftliche Güter sind dagegen knappe Güter. Sie sind dadurch gekennzeichnet, dass die verfügbaren Mengen nicht ausreichen um die Bedürfnisse aller zu

befriedigen. >Bedürfnis, >Ware, >Warenwert

(in der   Produktions- und Kostentheorie) können mit einem positiven oder einem negativen Charak­ter verbunden sein: In positiver Bedeutung („Gut” im wörtlichen Sinn) umfassen sie erwünschte Pro­duktionsergebnisse (Produkte) oder unerwünschten Verzehr (Produktionsfaktoren), in negativer Be­deutung („Übel”) umfassen sie unerwünschte Produktionsergebnisse (Abprodukte wie Abfall, Abwas­ser usw.) oder die erwünschte Beseitigung („Reduktion”) von Abprodukten („Redukte”). Am Beispiel einer Müllverbrennung wird unter anderem Rohwasser als  Produktionsfaktor („Gut”) und Müll als Redukt („Übel”) eingesetzt; dabei entsteht unter anderem Fernwärme als Produkt („Gut”) und Abwas­ser als Abprodukt („übel”).

Literatur: Dyckhoff, H.: Grundzüge der Produktionswirtschaft, Einführung in die Theorie betriebli­cher Wertschöpfung, 4. Aufl., Berlin, Heidelberg usw. 2003, S. 123 ff.

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