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Projektevaluierung

gesamtwirtschaftliche Bewertung von Investitionsvorhaben. Mit Hilfe der Verfahren zur Projektevaluierung sollen aus einer Reihe potentiell (z.B. im Rahmen der Projekthilfe) realisierbarer Investitionsvorhaben, deren Gesamtumfang den Rahmen der tatsächlich durchführbaren Projekte sprengt, jene ausgewählt werden, die den stärksten Beitrag zur Realisierung der in der gesamtwirtschaftlichen Wohlstandsfunktion enthaltenen Ziele leisten können. Hierzu wird in erster Linie das Instrument der Kosten-Nutzen-Analyse eingesetzt, mit der versucht wird, die von einem geplanten Investitionsprojekt ausgehenden und beim Projekt selbst oder bei vor-/nachgelagerten Wirtschaftseinheiten anfallenden gesamtwirtschaftlichen Effekte möglichst genau zu erfassen, zu quantifizieren und zu bewerten. Durch Gegenüberstellung der verschiedenen Kosten-und Ertragsgrössen wird dann die Höhe des geamtwirtschaftlichen Gewinns ermittelt, der ein Indikator für die Vorteilhaftigkeit der untersuchten Projekte ist. Im Rahmen der Kosten-Nutzenanalyse existiert eine Vielzahl von Kriterien zur Projektauswahl. Während einige nur auf das gesamtwirtschaftliche Effizienzziel abstellen (Investitionskriterium des minimalen Kapitalkoeffizienten, Kriterium der maximalen sozialen. Grenzproduktivität), berücksichtigt das Kriterium des marginalen Reinvestitionsquotienten auch den Wachstumsaspekt. Die Einbeziehung von Wirkungen des Projekts auf die interpersonelle Einkommensverteilung erfolgt z. B. beim Kriterium der maximalen Arbeitsintensität sowie in Scoring-Modellen.   Literatur: Hemmer, H.-R., Möglichkeiten und Grenzen der Gesamtwirtschaftlichen Projektbewertung in Entwicklungsländern, in: Buchholz, H. R./ von Urff, W (Hrsg.), Agrarpolitik im Spannungsfeld der internationalen Entwicklungspolitik, München u. a. 1974. Little, J. M. D./Mirrlees, J. A., Project Appraisal and Planning for the Developing Countries, London 1974. Meimberg, R. (Hrsg.), Voraussetzungen einer globalen Entwicklungspolitik und Beiträge zur Kosten- und Nutzenanalyse, Berlin 1971.

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