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Pull-Konzept

Produktionssteuerungskonzept, bei dem die Produktion auf einer Stufe durch eine nachgelagerte Produktionsstufe oder ein Endproduktlager ausgelöst wird, nachdem dort ein Lagerabgang registriert und weitergemeldet worden ist. Dies wird auch als Hol-Prinzip bezeichnet.

• Das älteste Konzept ist das Kanban- System. Kanban ist der japanische Name für PAC (Production Authorization Card, Produktionsauftragskarte). Jede Produktionsstufe stellt einen eigenen Regelkreis dar, der über eine festgelegte Zahl von Kanbans (Karten) verfügt. Jede Karte entspricht einem Produktionsauftrag. Erst wenn durch die Übergabe eines Erzeugnisses an die unmittelbar nachgelagerte Stufe eine solche Karte frei wird, wird das Erzeugnis nachproduziert, was wiederum mit der Entnahme eines Erzeugnisses von einer vorgelagerten Stufe verbunden ist, wodurch in diesem Subsystem ebenfalls eine Karte frei wird. Das kartenbasierte Steuerungskonzept von Pull-Systemen stellt durch die begrenzte Zahl umlaufender Karten sicher, dass die im Bearbeitungssystem enthaltene Zahl von Werkstücken (WIP, Work in Process) nicht überschritten wird (Bestandskontrolle). Da ein neuer Produktionsauftrag bereits dann ausgelöst wird, wenn für ein bestimmtes Erzeugnis ein Lagerabgang registriert wird, sind Pull-Systeme in der Regel keine Nullbestandssysteme.

• Ein weiteres Pull-Konzept ist das CONWIP-System (Constant Work in Process). Es ist mit dem vorgenannten weitgehend identisch. Der Unterschied besteht lediglich darin, dass ein Regelkreis nicht eine Stufe umfasst, sondern die gesamte Produktionslinie.

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