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quantitative Politikmodelle

dienen zur empirischen Fundierung einer rationalen Wirtschaftspolitik unter expliziter Berücksichtigung von Präferenzstrukturen. Mit Hilfe von Simulationen ist es möglich, durch wiederholte Alternativrechnungen eine akzeptabel erscheinende Kombination von Ziel- und Instrumentvariablenwerten zu erreichen, ohne dass Zielvorstellungen der Entscheidungsträger direkt eingehen. In quantitativen Politikmodellen wird dagegen eine Präferenzstruktur zugrundegelegt. Zwei grundlegende Ansätze werden unterschieden: In "Fixed-Target"-Modellen werden die Werte für die Zielvariablen festgelegt und nach den Werten der Instrumentvariablen gesucht. Diese Ansätze gehen auf Jan Tinbergen zurück. Eine eindeutige Lösung existiert dann, wenn die Zahl der Ziel- und Instrumentvariablen gleich ist. In "Flexible-Target"-Modellen werden soziale Wohlfahrtsfunktionen berücksichtigt; es wird dabei eine Zielfunktion unter Gültigkeit eines ökonometrischen Systems maximiert. Meist wird dabei eine quadratische Nutzenfunktion gewählt, die unter der Nebenbedingung des ökonometrischen Modells mit Hilfe des Lagrange-Ansatzes optimiert wird. Ergebnis sind die optimalen Instrument-variablenwerte. Sind zusätzliche Restriktionen (Ober- oder Untergrenzen) für die Instrumentvariablen zu berücksichtigen, so sind Programmierungsansätze (lineare oder quadratische) anzuwenden. Für die Bundesrepublik hat H. P. Galler 1976 eine empirische Studie zur Berechnung optimaler wirtschaftspolitischer Strategien auf der Grundlage des Bonner Modells (5. Version) vorgelegt. Literatur: Galler, H. P., Optimale Wirtschaftspolitik, Frankfurt a. M. 1976. Theil, H., Applied Economic Forecasting, Amsterdam 1966. Tinbergen, J., On the Theory of Economic Policy, 2. Aufl., Amsterdam 1955. Westphal, U., Makroökonomik, Berlin, Heidelberg, New York 1988.

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