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PATINKIN-Kontroverse

in den 40er Jahren von Oskar LANGE (1942) ausgelöste, später nach Don PATINKIN benannte Diskussion über gewisse Mängel in den formalen Darstellungen der Neoklassischen Theorie (makroökonomische Modelle). Zentrale Elemente der Kontroverse bilden das WALRASsche Gesetz, das SAYsche Gesetz und im besonderen die neoklassische Dichotomie, wonach sich die relativen Preise (Austauschverhältnisse) der Güter im realen Sektor und die absoluten Preise (Preisniveau) im monetären Sektor der Wirtschaft bestimmen. LANGE behauptet, dass das SAYsche Gesetz jede Geldtheorie, speziell die Determination der absoluten Preise mit Hilfe der Cambridge-Gleichung, ausschließt, weil im Falle einer jederzeitigen Übereinstimmung von Güterangebot und Güternachfrage aufgrund des Gesetzes von WALRAS das Geldangebot notwendig immer gleich der Geldnachfrage ist, unabhängig davon, welchen Wert das Preisniveau annimmt. Sofern also das SAYsche Gesetz gilt, bleiben die absoluten Preise der Güter modellmäßig unbestimmt. PATINKIN (1965) weist zusätzlich auf den logischen Widerspruch hin, der zwischen der Cambridge-Gleichung und der neoklassischen Standardannahme besteht, dass Güterangebots- und -nachfragemengen nur von den relativen (und nicht von den absoluten) Preisen abhängen. Denn unter dieser Voraussetzung gilt, dass das gesamtwirtschaftliche Überschußangebot an Gütern und mithin (bedingt durch das Gesetz von WALRAS) die gesamtwirtschaftliche Überschußnachfragefunktion nach Geld homogen vom Grade Null in den absoluten Preisen sind, während die Cambridge-Gleichung eine Überschußnachfragefunktion für Geld impliziert, die lediglich homogen vom Grade Null in den absoluten Preisen und in der nominalen Geldmenge ist und insofern eine völlig anders geartete Eigenschaft aufweist. PATINKIN versucht, diesen Widerspruch dadurch zu beseitigen, dass er die reale Geldmenge (PIGOU-Effekt) als zusätzliches Argument in die Güterangebots- und -nachfragefunktionen einfügt. Dadurch wird zwar das Problem der modellmäßigen Inkonsistenz gelöst, aber die Frage der Unbestimmtheit der absoluten Preise bleibt nach wie vor offen. Literatur: Richter, R. (1990)

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