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Strukturtechnischer Ansatz

(Organisationstheorie). Die deutsche betriebswirtschaftliche Organisationslehre wurde stark durch den strukturtechnischen Ansatz geprägt, wie er insbesondere von Fritz Nordsieck und Erich Kosiol (1899- 1990) entwickelt wurde. Ein zentrales Anliegen war für diesen Ansatz der  Organisationstheorie die Entwicklung einer Strukturtechnik, also einer Verfahrensweise zur strukturierenden Gestaltung der Unternehmung. Kosiol schlägt ein Vorgehen in drei Schritten vor:
1. Die gegebene Sachaufgabe der Unternehmung (bspw. Produktion von Autos) ist in Teilaufgaben zu zerlegen (Analyse). Teilaufgaben können bspw. gebildet werden nach der Verrichtung (Einkauf, Produktion, Verwaltung...), nach Objekten (Produkte, Kunden, Regionen...), nach Rang (entscheiden, ausführen) oder nach Phase (planen, realisieren, kontrollieren).
2. Dann werden die Teilaufgaben zu Aufgabenbündeln zusammengefasst (Synthese). Die Synthese führt zu   Stellen, die einem Aufgabenträger zugedacht sind, bspw. zu Stellen wie Vertriebs-leiterin oder Lagerarbeiter. Mit der Stellenbildung entstehen das Verteilungs- und Leitungssystem der Organisation.  Stellen als kleinste Aktionseinheiten der Organisation können unter einheitlicher Lei-tung weiter zu   Abteilungen, mehrere Abteilungen zu Sparten zusammengefasst werden.
3. Schliess-lich werden die Stellenaufgaben bestimmten Personen übertragen (Verteilung). Siehe auch  Organisation, Grundlagen und   Organisationstheorien, jeweils mit Literaturangaben.

Literatur: Bea, F. X., Göbel, E.: Organisation, 2. Auflage, Stuttgart 2002, S. 73-82; dieselben: Or-ganisation, 3. Auflage, Stuttgart 2006; Kosiol, E.: Organisation der Unternehmung, Wiesbaden 1962.

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