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Organisation

alle Regelungen, die für eine Koordination des Unternehmensgeschehens (Unternehmen) und für dessen Ausrichtung am Unternehmensziel sorgen. Man unterscheidet zwischen einem
1. funktionalen Organisationsbegriff (Prozess der Entwicklung von Regelungen) und einem
2. institutionalen Organisationsbegriff (Ergebnis dieses Prozesses).
Innerhalb eines Unternehmens trennt man in
1. Aufbauorganisation: Analyse aller im Unternehmen zu erfüllenden Aufgaben, Bündelung aller gleichartigen Aufgaben zu jeweils einer Stelle und Bildung eines hierarchischen Leitungssystems (Ein- und Mehrliniensystem, Stabliniensystem und Matrixorganisation) zwischen den Stellen;
2. Ablauforganisation: Bildung von Arbeitsgängen unter Berücksichtigung temporärer, personeller und räumlicher Beschränkungen.

Organisation


1. eine Institution (Einrichtung) als soziale Gesamtheit, als zielorientiertes (ein Ziel, eine Aufgabe verfolgendes) soziales (oder häufig: soziotechnisches) System ("die Behörde ist eine Organisation");


2. die Struktur eines solchen Systems - Organisationsstruktur ("die Behörde hat eine Organisation");


3. die Aufgabe oder Tätigkeit des "Organisierens", d.h. der Untersuchung und Gestaltung der Organisationsstruktur (z.B. "Techniken der Organisation"). Organisation im Sinne "Struktur" wird üblicherweise unterteilt in Aufbauorganisation und in Ablauforganisation, darüber hinaus gibt es übergreifende Strukturmerkmale, z.B. Art und Ausmaß der Formalisierung.

Organisation läßt sich zurückführen auf organon, griech. = Glied und bezeichnet entweder die Tätigkeit des planmäßigen Aufbauens, Ordnens und Gestaltens (= organisieren) oder das Ergebnis dieser Tätigkeit.

Hinweis:
In der Wirtschaft hat sich die Unterscheidung zwischen Aufbau- und Ablauforganisation durchgesetzt.

(1) Aufbauorganisation ist die Gliederung des Unternehmens in Kostenstellen und der Zusammenhang zwischen den betrieblichen Teilbereichen. Hierbei sind vor allem divisionale Organisation und funktionale Organisation von Bedeutung.

(2) Ablauforganisation ist die räumliche und zeitliche Gestaltung von Arbeits- und Bewegungsvorgängen. Die Ablauforganisation gliedert Arbeitsprozesse in ihre einzelnen Teilverrichtungen und ordnet diesen Werkstoffe und Betriebsmittel zu. Sie ordnet die Teilverrichtungen in der Weise, daß die Ziele (Qualität, Termin, Gewinn) optimal erreicht werden.

(vom griechischen »organon« = Glied eines lebenden Wesens = Organismus). Als Betriebsorganisation kann man einerseits die Gesamtheit allgemeingültiger, betriebsgestaltender Regelungen, andererseits die Tätigkeit des Organisierens, also das Schaffen solcher Regelungen bezeichnen. Organisation erstreckt sich einerseits auf den organisatorischen Aufbau des Betriebes als Gebilde und Beziehungszusammenhang von Stellen, andererseits auf den Ablauf des Geschehens in Form von Aufgabenerfüllungshandlungen als Arbeitsprozeß. Man spricht deshalb auch von Aufbau- und Ablauforganisation. Ziel allen organisatorischen Bemühens ist es, zur Verbesserung der Zielerreichung einer Unternehmung beizutragen. Die organisatorischen Regelungen sind aus den Betriebsaufgaben mit Rücksicht auf die Betriebszugehörigen, die Betriebsmittel und die Betriebsumwelt zu entwickeln; sie sollen als allgemeingültige, betriebsgestaltende Regelungen ein sich im Rahmen der gesetzlichen Vorschriften haltendes, klares, einfaches, angemessen strenges, zweckmäßig niedergelegtes System bilden. Vom Stand der Organisation einer Unternehmung hängt wesentlich die Durchführbarkeit der verschiedenen Kostenrechnungssysteme ab.

Unter Organisation versteht Erich Gutenberg den Vollzug oder die Realisierung einer durch die Planung vorgegebenen Ordnung. Die Organisation wird als derivativer Produktionsfaktor betrachtet, der dem dispositiven Faktor zugeordnet wird. Bei der Organisation lassen sich die » Aufbauorganisation und die Ablauforganisation unterscheiden. Die Aufbauorganisation, deren Elemente die Stellen und Stellenzusammnfassungen sind, ist von der Betriebsgröße und von der Rechtsform abhängig. Die Ablauf organisation hat dagegen die Organisation des Arbeitsablaufes im Hinblick auf dessen Gestaltung zum Gegenstand. Hierunter zählen alle Regeln, die den Betriebsprozeß in zeitlicher, quantitativer und qualitativer Hinsicht betreffen. In neuerer Zeit werden die Unternehmung und der Betrieb als Organisationen bezeichnet.

Eine Organisation ist ein zielorientiertes Handlungssystem mit interpersoneller Arbeitsteilung. Die Gestaltung von Organisation findet ihren Ausdruck in Organisationsstrukturen. Die Organisationsstruktur legt für jede organisatorische Einheit die » Aufgaben fest und regelt die Beziehungen zwischen den Einheiten. Neben Motivationsüberlegungen bestimmen vor allem Koordinationsüberlegungen (Koordination) die Gestaltung von Organisationsstrukturen. In methodischer Hinsicht empfiehlt sich eine Trennung der Gestaltung von Aufbau- und Ablaufstrukturen (Aufbauorganisation, Ablauf Organisation). Aufbauorganisatorische Regelungen beziehen sich auf das Stellensystem, d. h. auf die Bildung von Stellen (Stellenbildung), und auf die Regelung von Stellenbeziehungen. Stellen sind Zusammenfassungen analytisch gewonnener Teilaufgaben zu Aufgabenkomplexen für gedachte oder konkrete Personen (Stelleninhaber) (Aufgabenanalyse, Aufgabensynthese). Bei den Stellenbeziehungen lassen sich weisungsgebundene Beziehungen (»Instanzenwege«) (Leitungssystem) von weisungsungebundenen Beziehungen (allgemeine Kommunikationswege) unterscheiden. Aufbauorganisatorische Strukturen können sich auf permanente Aufgaben (produktorientierte Aufgaben) und auf befristete Aufgaben (projektorientierte Aufgaben, Projekt) beziehen. Die Strukturierung kann sich dabei prinzipiell an verrich-tungs und objektorientierten Kriterien ausrichten. Verrichtungsorien-tierte Kriterien führen z. B. bei Anwendung auf das Gesamt Unternehmen zu funktionalen Organisationsstrukturen (Organisationsstruktur, funktionale); objektorientierte Kriterien bei permanenten Aufgaben zur Spartenorganisation (Organisationsstruktur, divisionale) bzw. zu Regionalorganisationen (Organisationsstruktur, regionale), bei Projektaufgaben zu sog. reinen Projektorganisationen (Projektmanagement). Diese Strukturen werden in der Praxis selten in reiner Form verwirklicht; es herrschen vielmehr Mischformen vor. Besondere Bedeutung haben dabei mehrdimensionale Strukturen, bei denen zwei oder drei Kriterien gleichrangig nebeneinander strukturell verankert werden (Matrixorganisation).
Die Bildung von Stellen und die Festlegung von Stellenbeziehungen schaffen den Rahmen für ablauforganisatorische Regelungen. Ablauforganisatorische Gestaltungen erstreckensich vor allem auf die Strukturierungraum-zeitlicher Prozesse der Aufga-benerfüllung.

Siehe auch: Marktingorganisation; Organisationsstrukturen

Wirtschaftsorganisation, Organisationsstruktur, Verwaltungsorganisation

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