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Aufgabensynthese

Beinhaltet in der Organisation die Zusammenfassung der durch die Aufgabenanalyse gewonnenen Teilaufgaben zu verteilungsfähigen Aufgabenkomplexen nach den Kriterien Aufgabenträger, Sachmittel, Raum und Zeit. Die Aufgabensynthese fasst Teil- und Elementaraufgaben zu Aufgabenkomplexen zusammen. Dadurch soll sowohl eine sachlogische Abstimmung dieser Aufgaben zur Erfüllung des Betriebszwecks erreicht werden als auch eine Zuweisung dieser Aufgaben an einzelne Aufgabenträger (Personen oder Abteilungen), die diese Aufgaben mit Hilfe von Sachmitteln und Informationen erfüllen. Insofern kommt es zur Bildung von Stellen oder Instanzen (Stellen mit Weisungsbefugnis).

Bei der Aufgabensynthese werden die im Rahmen der Aufgabenanalyse gewonnenen Teilaufgaben zu Aufbau- und Ablaufstrukturen zusammengefaßt ( Objektprinzip, Verrichtungsprinzip). Entsprechend wird zwischen einer aufbauorientierten Aufgabenanalyse und einer ablauforientierten Aufgabenanalyse unterschieden ( Aufbauorganisation, Ablauforganisation). Während bei der aufgabenorientierten Aufgabensynthese der Aufgabeninhalt im Vordergrund steht, muß bei der ablauforientierten Aufgabensynthese die Einbeziehung aller Elemente der Aufgabenerfüllungssituation, wie Aufgabenträger, Sachmittel und Interdependenzen zu anderen Aufgabenerfüllungsprozessen erfolgen.

In der Aufgabensynthese werden die im Rahmen der Aufgabenanalyse gewonnenen Teilaufgaben und Aufgabenelemente zu Aufbau und Ablaufstrukturen zusammengefaßt (Objektprinzip, Verrichtungsprinzip). Man unterscheidet demgemäß zwischen aufbauorientierter und ablauforientierter Aufgabensynthese (Aufbauorganisation, » Ablauforganisation). Im Unterschied zur Aufgabenanalyse, in der lediglich die Zerlegungsmöglichkeiten einer komplexen Aufgabe untersucht werden, müssen hier bis zu einem gewissen Grade neben der betrachteten Aufgabe auch die übrigen Elemente von Aufgabenerfüllungsvorgängen, nämlich Aufgabenträger, Sachmittel und Interdependenzen zu anderen Aufgabenerfüllungsprozessen, berücksichtigt werden. Eine umfassende Einbeziehung aller Elemente der Aufgabenerfüllungssituation kennzeichnet die ablauf orientierte A., während bei der aufbauorientiertenAufgabensynthese primär der Aufgabeninhalt imVordergrund steht.

Da die Stellenbildung in hohem Masse von organisationsspezifischen Merkmalen abhängt, lassen sich für die Aufgabensynthese lediglich allgemeine Prinzipien angeben. Bei der Bestimmung des Aufgabeninhalts kann man nach den Strukturierungsprinzipien Zentralisierung und Dezentralisierung vorgehen. Die Zusammenfassung von Teilaufgaben, die vorwiegend nach dem Verrichtungskriterium gewonnen wurden, führt zu Aufgabenkomplexen mit gleichartigen Verrichtungen (Verrichtungszentralisation), eine Synthese überwiegend nach dem Objektkriterium (Objektzentralisation) zu solchen mit zusammengefassten Teilaufgaben an einem einheitlichen Ausgangsobjekt. Verrichtungsund Objektzentralisation hängen ebenso wie die Spezialisierung von spezifischen Situationsmerkmalen ab. Die Festlegung des Aufgabenumfanges orientiert sich am gedachten Stelleninhaber (Aufgabenträger) und dessen quantitativem und qualitativem Leistungsvermögen. Grundsätzlich werden Stellen personenunabhängig gebildet, doch ist zu beobachten, dass für die sich aus der Stelle ergebenden Anforderungen Mitarbeiter mit entsprechenden Qualifikationen vorhanden sind bzw. beschafft werden können. Eine Orientierung an Berufsbildern erscheint hier angebracht. Der Aspekt der Wirtschaftlichkeit wird durch die quantitative Auslastung der Stelle bestimmt. Die Zeitdauer, die für die Erfüllung der für sie bestimmten Teilaufgaben veranschlagt ist, soll dem normalen Leistungsgrad eines Aufgabenträgers angepasst sein. Die Motivation des Inhabers steht in engem Zusammenhang mit dem Aufgabenkomplex einer Stelle. Eine starke Spezialisierung kann für den Betroffenen und die Organisation negative Effekte hervorrufen. Konzepte der Arbeitsstrukturierung, wie z.B. das Job enlargement oder Job enrichment, vermögen diese zu neutralisieren. Ist die Stellenbildung abgeschlossen, so werden die Stellen im Wege der Abteilungsbildung in das organisatorische Gesamtgefüge eingegliedert. Mit Abschluss der Stellen- und Abteilungsbildung entsteht die Aufbauorganisation.   Literatur: Frese, E., Aufbauorganisation, Giessen 1976. Kieser, A/Kubicek, H., Organisation, 2. Aufl., Berlin, New York 1983. Schmidt, G., Organisation, 4. Aufl., Giessen 1981. Staehle, H. W, Management, 6. Aufl., München 1991.

In der Aufgabensynthese werden die in der   Aufgabenanalyse abgeleiteten Teilaufgaben anhand bestimmter Merkmale (Aufgabenträger, Sachmittel, Raum, Zeit) so zusammengefasst, dass sie einzelnen Stellen zugeordnet werden können. Siehe auch   Analyse-Synthese-Konzept sowie   Aufbauorganisation und die dort angegebene Literatur.

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