Empfehlungen
A   B   C   D   E   F   G   H   I   J   K   L   M   N   O   P   Q   R   S   T   U   V   W   X   Y   Z  
  Home Top 10 Fachbereiche News Hilfe & FAQ
 

Management

Management ist die Bildung von Zielen, die Gestaltung von Systemen, die Steuerung der Zielerreichung. Englischer Begriff für den Teil einer Unternehmensbelegschaft (Unternehmen), der Leitungsaufgaben wahrnimmt. Der Begriff Management wird synonym mit dem Begriff der Unternehmungsführung verwendet. Als Institution umfaßt das Management alle Instanzen vom Generaldirektor bis zum Meister. Es werden dabei drei Managementstufen, das Top-Management, das Middle-Management und das Lower-Management, unterschieden. Als Funktion umfaßt das Management alle Aufgaben, die mit der Leitung einer Unternehmung in allen ihren Bereichen verbunden sind. Die Hauptaufgaben des Managements sind neben der Führung die Planung, die Organisation und die Kontrolle.

Der Begriff Management wird nicht einheitlich gebraucht (Unternehmensführung). Im institutionellen Sinne bezeichnet er in weiter Fassung alle Personen mit Leitungskompetenz. Eine engere Fassung berücksichtigt mit der Unternehmensleitung und den leiten den Angestellten nur den mit un ternehmerischen Funktionen betrauten Teil dieser Gruppe. Einen beson deren Akzent erhält der Begriff, wenn in Abgrenzung zu den Anteilseignern die Existenz eines professionalisierten Management in dem Sinn betont wird, daß den Anteilseignern der Ge winnanspruch bzw. die Pflicht zur Übernahme von Verlusten sowie das Recht zur Veräußerung des Anteils zusteht, während an Manager als professionalisierte Spezialisten das Recht delegiert wird, Entscheidungen über den Einsatz von Ressourcen zu fällen. Management als Funktion bezeichnet die Tätigkeiten der jeweils betrachteten Personen.

Sieht man das deutsche Wort Geschäftsführung nicht als Organ einer Gesellschaft, kommt dem Begriff des Managements sehr nahe. Die Geschäfte ist das Sachliche; darin stecken auch die Zahlen gleichzeitig im Sinn geschäftlichen Erfolges oder Misserfolgs. Und zu Führen sind die beteiligten Menschen. Oder die englische Umschreibung des Wortes Managen im Sinn von "Getting things done by people." Die things ist das Sachliche; die people ist das Personenorientierte im Management.

Auf der Führungsseite besteht im Kern des Managementmodells eine Triostruktur aus Aufgaben- und Kompetenzklärungen/ Beurteilung der Eignung und Lernen, Fördern. Auf der Sachschiene ist es der Controllingprozess von Zielsetzung, Planung und Steuerung. Dieser Prozess ist je nach Ressort und Hierarchie zu strukturieren, zu integrieren, transparent zu machen - begleitet durch die Rolle des Controllers. Daraus ergibt sich auch, dass der Steuerungsprozess - im engeren Sinn also das Controlling - unentrinnbar zur Managerfunktion selber gehört. Der Controllerdienst hat dies zu organisieren, zu thematisieren, nachvollziehbar zu machen, aufschreibfähig zu gestalten, Vordrucke bereitzuhalten ... Auch die Controllerfunktion ist ihrerseits eine Manageraufgabe. Es geht darum, dass Motto zu verwirklichen: "Getting controlling done by the managers!"

Unter Management versteht man :
  • die zielorientierte Gestaltung und Steuerung von Organisationen (Unternehmen, Betriebe, Vereine, Behörden) oder Teilen davon (normativer Managementbegriff, die Managementaufgabe);

  • die Prozesse und Funktionen, die der Erfüllung der Managementaufgaben dienen (funktionaler Managementbegriff);

  • die mit dieser Aufgabe betrauten Stellen (institutioneller Managementbegriff) bzw. Personen (personaler Managementbegriff);

  • die Tätigkeit der Gestaltung und Steuerung (instrumenteller Managementbegriff).


a) als Institution umfaßt das Management alle diejenigen, die in der Unternehmung leitende Aufgaben erfüllen.
b) als Funktion umfaßt Management alle Aufgaben, die die Leitung eines Unternehmens in allen Bereichen mit sich bringt.

Als Gegensatz zu Verwaltung und Bewirtschaftung wird unter Management eher die umfassende, ganzheitliche, mit Einsatz spezifischer Methoden betriebene, aktive oder proaktive Gestaltung und Steuerung verstanden, die bewusst Ziele setzt, auch mittel- und langfristig vorausdenkt, die Potenziale fördert und nutzt und den Managementprozess durch Controlling unterstützt.

Um das Topmanagement von Routinearbeiten zu entlasten, gibt es verschiedene Formen des Managements :
- Management by Delegation
- Management by Objectives
- Management by Exception

Dies Wort ist nicht hierarchisch gemeint, sondern als Prozesswort gedacht. Der Prozess des Managens gliedert sich in zwei Bahnen: Das Führungsthema personenbezogen und die Planung und Steuerung der Dinge sachbezogen. Dieses kommt praktisch hinzu zu dem, was man von Haus aus gelernt hat. Wenn da jemand sagt, ich bin von Haus aus Physiker, arbeite aber nicht mehr in dieser Fachdisziplin, sondern wirke als Manager. Was meint man dann? Es geht z.B. um die Führung von Mitarbeitern, die etwas anderes gelernt haben als Physik. Dann kann man nicht führen kraft der besseren fachlichen Kompetenz, sondern man muss führen im Sinn des Hindurchwirkens durch andere. Auf der Sachschiene geht es darum, im geschäftlichen Alltag Ziele zu erreichen und nach Plan, der einsehbar ist, voranzukommen - also nicht nur reagieren, auf das, was passiert, sondern agieren auf vorher definierte Ziele hin.

Das Management ist die Gesamtheit der Techniken, mit dem Ziel den Brauch der Mittel einer Organisation zu optimieren. Zahlreiche Methoden von Management sind von der Vergangenheit benutzt gewesen: Die Arbeitsteilung von Adam Smith. Der französische traditionelle Paternalismus. Der fayolisme. Der taylorisme und der fordisme. Der toyotisme.

Aus der anglo-amerikanischen Literatur stammender Begriff, der synonym zu Unternehmensführung verwendet wird. Die weitgehende Übereinstimmung beider Begriffe drückt sich auch darin aus, dass sie sowohl institutional als auch funktional verstanden werden können.
(1)   Management als Institution umfasst alle Personen und Personengruppen in der Unternehmenshierarchie, die über Entschei- dungs- und Anordnungsbefugnisse verfügen (Instanzen). Es werden allgemein drei hierarchisch verschiedene Managementebenen unterschieden: Das Top-Management umfasst als oberste Führungsebene den Vorstand bzw. die Geschäftsführung, das nachgeord- nete Middle-Management wird als mittlere Führungsebene von Werks- und Abteilungsleitern besetzt. Unterste Führungsebene ist das Lower-Management (Meister, Gruppenleiter).
(2)   Management als Funktion umfasst alle Aufgaben (Managementfunktionen), die zur Steuerung des Leistungsprozesses in einer Unternehmung notwendig sind. Innerhalb des funktionalen Managementbegriffs kann zwischen sachbezogenen und personenbezogenen Managementaufgaben differenziert werden:
•   Sachbezogene Managementaufgaben sind Planung, Entscheidung, Organisation und Kontrolle. Sie fallen in allen Funktionsbereichen und Führungsebenen einer Unternehmung an. Management ist somit eine die gesamte Unternehmung umfassende Querschnittsfunktion. Der Anteil der Managementaufgaben am Gesamtaufgabengebiet eines Managers nimmt mit sinkender Hierarchieebene zugunsten eines steigenden Anteils ausführender Tätigkeiten ab.
•   Unter dem personenbezogenen Aspekt des funktionalen Managementbegriffs werden interaktionale Vorgänge zwischen Manager und Mitarbeitern zusammengefasst (Führungsprozess).

Siehe auch Führungsentscheidungen, Führungsinstrumente, Führungsprinzipien, Management-by-Techniken, Führungsstil, Unternehmungsführung

Literatur: Staehle, W. H., Management, 6. Aufl., München 1991. Steinmann, HJSchreyögg, G., Management, 3. Aufl., Wiesbaden 1993.

Vorhergehender Fachbegriff: Managed Futures | Nächster Fachbegriff: Management Accounting



  Diesen Artikel der Redaktion als fehlerhaft melden & zur Bearbeitung vormerken




   
 
 

   Weitere Begriffe : Externes T 1-Verfahren | Feldbeobachtung | Werbebotschaft

   Praxisnahe Definitionen

Nutzen Sie die jeweilige Begriffserklärung bei Ihrer täglichen Arbeit. Jede Definition ist wesentlich umfangreicher angelegt als in einem gewöhnlichen Glossar.

  Marketing

  Definition

  Konditionenpolitik

   Fachbegriffe der Volkswirtschaft

Die Volkswirtschaftslehre stellt einen Grossteil der Fachtermini vor, die Sie in diesem Lexikon finden werden. Viele Begriffe aus der Finanzwelt stehen im Schnittbereich von Betriebswirtschafts- und Volkswirtschaftslehre.

  Investitionsrechnungen

  Marktversagen

  Umsatzsteuer

   Beliebte Artikel

Bestimmte Erklärungen und Begriffsdefinitionen erfreuen sich bei unseren Lesern ganz besonderer Beliebtheit. Diese werden mehrmals pro Jahr aktualisiert.

  Cash Flow

  Bausparen

  Fremdwährungskonto


     © 2017 Wirtschaftslexikon24.com       All rights reserved.      Home  |  Datenschutzbestimmungen  |  Impressum  |  Rechtliche Hinweise
Aktuelles Wirtschaftslexikon