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Kontrolle

Der Soll-Ist-Vergleich und die Ermittlung von Abweichungen sind die Aufgaben der Kontrolle. Zur Durchführung müssen deshalb die Soll- und Ist-Werte des zu kontrollierenden Sachverhalts bekannt sein und Regeln für die Bewertung der Abweichungen vorliegen. Die Kontrolle soll ermöglichen, Fehler in der Planung/ Durchführung zu erkennen und Möglichkeiten zur Beseitigung vorzugeben. Damit ist Planung ohne Kontrolle sinnlos und Kontrolle ohne Planung unmöglich.

Kontrolle ist der Vergleich zwischen Plan- und Istgrößen zwecks Fest-
stellung von Abweichungen mit dem Ziel, eine Abweichungsanalyse
vorzunehmen.

Kontrollzwecke Controlling Budget Abweichungen Kostenkontrolle

Kontrolle ist ein derivativer dispositiver Faktor. Kontrolle ist die notwendige Ergänzung der Planung. Sie besteht im Feststellen von Istgrößen und im Vergleichen mit Sollgrößen. Aufgrund der Analyse werden neue Plandaten vorgegeben und bestimmte Entscheidungsprozesse ausgelöst. Statt von Kontrolle wird meist von Überwachung gesprochen.

(engl. control, supervision) Kontrolle ist ein systematischer, kontinuierlicher und informationsverarbeitender Prozess, in dessen Verlauf in der Regel ein Vergleich zwischen mindestens zwei Kontrollgrößen vorgenommen wird sowie Abweichungen erkannt und analysiert werden. Des Weiteren wird die Kontrolle (neben der Planung, der Informationsverarbeitung, der Personalführung und der . Organisation) als Bestandteil des Führungssystems von Unternehmen angesehen. Zwischen der Kontrolle und den anderen Führungsteilsystemen bestehen vielfältige Beziehungen. Besonders eng ist die Kontrolle mit der Planung verbunden, da die in Planungen festgelegten Plangrößen oft Gegenstand von Kontrollen sind und die Ergebnisse von Kontrollen wiederum zu einer verbesserten Planung genutzt werden. Das Kontrollsystem kann in die Elemente Kontrollprozesse und die in ihnen durchgeführten Handlungen, Kontrollzwecke (Dokumentation, Gewinnung von Informationen für Entscheidungen sowie für die Verbesserung von Planungen, Verminderung von Manipulationen, Identifikation notwendiger Korrekturmaßnahmen und die Beeinflussung des Verhaltens von Mitarbeitern), Kontrollobjekte (p Güter, Informationen, Prozesse, Verfahren), Kontrollträger (diejenigen Mitarbeiter, Instanzeninhaber und Kontrollabteilungen, welche die Kontrolle ausüben bzw. die Verantwortung für diese übernehmen) sowie Kontrollinstrumente (Abweichungsanalysen, Frühaufklärungssysteme) eingeteilt werden. Bezüglich der Komponenten des Planungs und Steuerungsprozesses und der dazugehörigen Informationen (Plan und Vergleichsgrößen) lassen sich die folgenden Kontrollarten identifizieren: Gegenstand einer Ergebniskontrolle (Soll st Vergleich) sind die geplanten (Soll Werte) und realisierten Ausprägungen (Ist Werte) verfolgter Ziele. Die Ergebnisse solcher Soll st Vergleiche können zur Verbesserung zukünftiger Planungen genutzt werden. Aufgrund des Vergangenheitsbezugs der Größen sind Ergebniskontrollen für operative Planungen wichtiger als für strategische Planungen. Im Rahmen von Planfortschrittskontrollen (Soll WirdVergleiche) werden für einen Planungszeitraum oder einen bestimmten Planabschnitt die geplanten Ausprägungen der Zielgrößen (Soll Werte) mit den für diese Größen prognostizierten Werten (Wird Werte) verglichen. Zielkontrollen (Soll oll Vergleiche) können zum einen den Vergleich von verschiedenen Zielgrößen (Soll Werte) in einem Zielsystem beinhalten. In diesem Fall überprüft man, ob die verschiedenen Zielgrößen zueinander konsistent sind. Zum anderen kann es sich hierbei auch um den Vergleich der Ausprägungen von Zielgrößen im Zeitablauf handeln. Bei der Prämissenkontrolle ( Prämissen) (Wird st Vergleich) werden die in der Planung getroffenen Annahmen (Wird Werte) den tatsächlichen Werten (Ist Werten) gegenübergestellt. Im Ergebnis dieses Vergleichs kann festgestellt werden, ob die der Planung zugrunde gelegten Prämissen noch Gültigkeit haben. Bei einer Prognosekontrolle (Wird Wird Vergleich) werden verschiedene, zu einem Zeitpunkt abgegebene Prognosen (Wird Werte) dahin gehend verglichen, ob die Entwicklungen dieser Größen zueinander konsistent sind. Des Weiteren kann im Rahmen einer Prognosekontrolle die Entwicklung einer prognostizierten Größe im Zeitablauf verfolgt werden. Eine Kontrollform, die nicht auf der Gegenüberstellung von Plan und Istgrößen basiert, ist die allgemeine Überwachungskontrolle. Hierbei werden Bereiche aus der Umwelt und dem Unternehmen selbst z. B. mit Hilfe von Frühaufldärungssystemen beobachtet, um für das Unternehmen relevante Entwicklungen und sich daraus ergebende Chancen und Risiken (Risiko) rechtzeitig zu erkennen. Eine weitere Untergliederung der Kontrollen kann hinsichtlich des Kontrollobjektes in Ergebnis , Verfahrens und Verhaltenskontrollen erfolgen. Bei der Ergebniskontrolle wird lediglich der Zielerreichungsgrad von Ergebnissen überprüft, während bei Verfahrenskontrollen festzustellen ist, wie ein Prozess, der zu einem bestimmten Ergebnis geführt hat, durchgeführt wurde und ob er dem geplanten Ablauf entspricht. Im Hinblick auf die Beeinflussung der Mitarbeiter führt man Verhaltenskontrollen durch. Gegenstand solcher Kontrollen ist die Frage, ob ein Mitarbeiter unter den vorliegenden Rahmenbedingungen die geeigneten Maßnahmen ergriffen hat, um die ihm vorgegebenen Ziele zu erreichen.

Maßnahmen der betrieblichen Überwachung, die von prozeßabhängigen Personen oder durch laufende, automatische Einrichtungen vorgenommen werden, um feststellen zu können, ob Zustände oder Vorgänge einer bestimmten Norm entsprechen bzw. normgerecht durchgeführt wurden. Dagegen sind unter Prüfungen die Überwachungsmaßnahmen zu ver stehen, die von prozeßunabhängigen Personen oder Organen vorgenom men werden.

Siehe auch: Erfolgskontrolle; Marketing-Controlling

fest in den betrieblichen Arbeitsablauf eingebaute Überwachung durch Vergleich eines Istobjektes mit einem Vergleichsobjekt. Der Vergleich kann in einer Abstimmung, Gegenrechnung oder Vollständigkeitsfeststellung bestehen. Der Kontrolleur ist i.d.R. für die Zuverlässigkeit des Istobjektes bzw. der Istobjekte mit verantwortlich. Ist dies der Fall, wird auch eine Überwachung, die nicht fest in den Arbeitsablauf eingebaut ist, als Kontrolle bezeichnet. Der Kontrolleur darf am Istobjekt festgestellte Mängel auch selbst beseitigen, soweit ihm die Korrektur übertragen wird. Bei den Kontrollen ist je nach Kontrolladressa- ten zwischen Dispositions- und Objektkontrolle zu unterscheiden. Für Objektkontrollen sind interne Kontrollsysteme entwickelt worden, deren Aufgabe es ist, die Zuverlässigkeit und Wirtschaftlichkeit des Betriebsablaufs zu erhöhen. Die Wirtschaftlichkeit des Betriebsablaufs erhöht sich nur dann, wenn der bewertete Kontrollbeitrag die Kon- trollkosten übersteigt. Mit Hilfe interner Kontrollsysteme sollen Fehler möglichst bei der Erstehung der Istobjekte aufgedeckt oder verhütet werden (Kontrollwirkung). Ausserdem unterstützt die Objektkontrolle die Geschäftsleitung bei der Wahrnehmung ihrer Aufgaben, indem sie die Einhaltung genereller Regelungen sichert. Eine vollständige Kontrolle ist erforderlich, wenn es darauf ankommt, die Ergebniszuverlässigkeit durch die dabei erzielbare Korrekturwirkung (Kontrollwirkung) erheblich zu verbessern. Diese zu erreichen, ist bei Stichprobenkontrollen unmöglich, wenn eine nicht unerhebliche Zahl zufälliger Fehler im Kontrollgut zu erwarten ist. Mit Stichprobenkontrollen lässt sich in diesem Fall nur eine Präventiv- und Lernwirkung erzielen. Stichprobenkontrollen erlauben eine Schätzung der Zuverlässigkeit (Qualität), sofern die Stichprobenauswahl repräsentativ ist. Die Stichprobenkontrolle ist generell zulässig, sofern sie eine hinreichende Zuverlässigkeit erweist. Werden Stichprobenkontrollen anstelle von Vollkontrollen wegen der Kontrollkosten für erforderlich gehalten, so sollte auch der Kontrollbeitrag bei dem gewählten Kontroll- umfang mit berücksichtigt werden.

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