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Zielsystem

Das Zielsystem enthält Inhalt, Ausmass (Gewinnmaximierung, Anspruchsniveau) und zeitliche Dauer (Periode) der Unternehmensziele. Seine mathematische Form ist die Zielfunktion. Nach dem Zielsystem sind alle betrieblichen Planungen und Handlungen auszurichten. Aus dem Zielsystem leitet man Unterziele für alle Abteilungen ab, da diese sich meistens nicht am Zielsystem direkt orientieren können (Suboptimierung). Aus dem Oberziel z.B. einer Brauerei nach einer Mindestrendite von 10 % auf das Eigenkapital leitet die betriebliche Planungsrechnung die Höhe der Plankosten für die Kostenstelle Sudhaus ab. Erst dann kann der Sudmeister (Leiter der Kostenstelle Sudhaus) den Erfolg seiner Tätigkeit messen bzw. die Tätigkeit an diesen Plankosten ausrichten.

Nach dem Zielsystem sind alle betrieblichen Planungen und Handlungen auszurichten. Aus dem Zielsystem leitet man Unterziele für alle Abteilungen ab, da diese sich meistens nicht am Zielsystem direkt orientieren können (Suboptimierung). Aus dem Oberziel z.B. einer Brauerei nach einer Mindestrendite von 10 % auf das Eigenkapital leitet die betriebliche Planungsrechnung die Höhe der Plankosten für die Kostenstelle Sudhaus ab. Erst dann kann der Sudmeister (Leiter der Kostenstelle Sudhaus) den Erfolg seiner Tätigkeit messen bzw. die Tätigkeit an diesen Plankosten ausrichten.

Das Zielsystem oder der Zielplan stellt eine Ordnung der formulierten Ziele dar, die die Unternehmung bei ihren wirtschaftlichen Aktivitäten anstrebt. Dabei kann zwischen Formalzielen und Sachzielen unterschieden werden. Ein Zielsystem ist charakterisiert erstens durch die Menge der zu erreichenden Ziele und zweitens durch die Präferenzen des Entscheidungsträgers bezüglich der Ergebnisse der Aktionen. Die Präferenzen sind deshalb notwendig, weil nur in Ausnahmefällen anhand der Ziele eine Entscheidung über die beste Handlungsalternative getroffen werden kann. In den meisten Fällen ist eine Präferenzrelation des Entscheidungsträgers im Hinblick auf die zu erwartenden Ergebnisse der einzelnen Aktionen erforderlich.

Ein Zielsystem oder eine Zielkonzeption umfaßt im Gegensatz zur Zielvorstellung (eine Zielgröße) mehrere Zielgrößen. Zielgrößen spiegeln dabei den materiellen Inhalt der Ziele wider. So gehören beispielsweise nach Heinen zum Zielsystem der Unternehmung folgende »typische« Zielgrößen: das Gewinnstreben, das Umsatzstreben, das Wirtschaftlichkeitsstreben, die Sicherung des Unternehmungspotentials, die Sicherung der Liquidität, das Unabhängigkeits- und Vereinigungsstreben, das Prestigestreben, das Machtstreben, ethische und soziale Bestrebungen sowie sonstige Zielvorstellungen wie etwa die finanzwirtschaftliche und leistungswirtschaftliche Flexibilität.
An die Konstruktion eines Zielsystem sind bestimmte Anforderungen zu stellen wie z. B. Vollständigkeit, Aktualität, Widerspruchsfreiheit, Operationalität, Transparenz, Durchsetzbarkeit, Realistik etc. Jedoch ist ein solch ideales Zielsystem aufgrund seiner enormen Komplexität und der vielfältigen konfligierenden Ziele im Zielbildungsprozess in der Praxis nur schwer zu realisieren.

Ein Aktor verfolgt in der Regel mehrere Ziele gleichzeitig und besitzt damit ein Zielsystem. Es bildet die Basis für die Entdeckung von Entscheidungsproblemen und für das Treffen der Entscheidungen. Das Zielsystem ist selten völlig präzis, sondern meist nur vage formuliert. Es kann sogar Widerspruche enthalten.

Siehe Entscheidung, Betriebswirtschaftliche (mit Literaturangaben), vertikale und horizontale Abstimmung von Marketingzielen.

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