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Abteilungsbildung

Unter dem betriebswirtschaftlichen Begriff »Abteilung« wird ein hierarchisch gegliedertes, kompaktes Stellengefüge in multipersonalen Unternehmen verstanden. Dieses Stellengefüge basiert auf personaler Besetzung und sachlicher Ausstattung eines abgegrenzten Auf gabensy stems. Die Abteilungsbildung ist in diesem Zusammenhang Grund element aufbauorganisatorischen Handelns und 1 nimmt eine zentrale Bedeutung in nerhalb der Organisationspraxis ein. 1 Bei der Abteilungsbildung fließen eine Vielzahl von Entscheidungsgrößen ein, die sich in folgenden wesentli chen Kriterien niederschlagen: Abteilungsbildung unter aufgaben, personen oder sachmittelorientierten Aspekten, nach dem Zusammenhang mit der Bildung benachbarter Abteilungen (isolierte oder integrierte Abteilungen), nach dem Gesichtspunkt des für die Abteilungsbildung geplanten Zeitbedarfs, nach der Verlaufsrichtung des Gestaltungsprozesses (von oben nach unten, oder umgekehrt), nach der Stufigkeit der Abteilungen (ein oder mehrstufig), sowie nach Aspekten der Aufgabenerfüllung (Mengenteilung, Aufteilung unter Einbezug von verrichtungs, objekt und raumspezifischen Merkmalen).

Zusammenfassung von Stellen zu Abteilungen, wobei die Organisationsforschung zwei Fragen diskutiert: Nach welchen Kriterien sollen Abteilungen voneinander abgegrenzt werden? Wie gross sollen bzw. können Abteilungen sein (optimale Leitungsspanne)? Bei der Abteilungsbildung muss darauf geachtet werden, dass die zu Abteilungen zusammengefassten Stellen möglichst grosse Gemeinsamkeiten aufweisen. Die Ähnlichkeit bzw. Gemeinsamkeit bezieht sich auf zwei Bereiche: Verwandtschaft und Verbundenheit. Unter Verwandtschaft versteht man die Gleichartigkeit von Aufgabenmerkmalen, die durch Sachverhalte wie Verrichtungen, Objekte, Rang, Raum, Phase, Routinisierung und Zeit beschrieben werden. Je ähnlicher diese organisatorischen Kriterien sind, desto grösser ist der Verwandtschaftsgrad. Verbundenheit kennzeichnet die Beziehungen der Stellen zueinander, die durch Merkmale wie Kommunikationsintensität, Intensität der logistischen Beziehungen, Ausmass der Nutzung gemeinsamer Akten oder Sachmittel, Ausmass des Einsatzes gemeinsamer Hilfskräfte, Kontrollnotwendigkeiten, Vertretungsbefugnisse und soziale Gesichtspunkte erfasst werden. Je intensiver diese Beziehungen, desto höher ist der Verbundenheitsgrad. Hauptproblem der Abteilungsbildung ist, wie die einzelnen Kriterien konkret erfasst werden können. Dazu wurden Skalierungsverfahren und mathematische Methoden entwickelt, mit denen Ähnlichkeit bestimmt werden kann (Clusteranalyse, mehrdimensionale Skalierung). Trotz der theoretischen Stringenz dieser Methoden muss ihr praktischer Einsatz wegen der ihnen innewohnenden Restriktionen kritisch gesehen werden; ein heuristischer Nutzen ist ihnen jedoch nicht abzusprechen.     Literatur: Frese, E., Aüfbauorganisation, Giessen 1976. Kieser, AJKubicek, H., Organisation, 2. Aufl., Berlin, New York 1983. Schneider, M., Die Quantifizierung organisatorischer Sachverhalte unter besonderer Berücksichtigung der Abteilungsbildung, Berlin 1981.

In Unternehmen lassen sich - Abteilungen aufgrund von Art und Inhalt der zugeteilten Aufgaben, des zugewiesenen Macht­umfangs und der Art der Einbindung in das orga­nisatorische Informations- und Kommunikationssystem aetinieren. hie fiNaung von     Abteilungen impliziert also Entscheidungen über Aufga­ben-, Informations- und Machtzuteilungen.
Abteilungen bilden die Nahtstelle zwischen den grundlegenden Konzepten Differenzierung und Koordination. Einerseits sind sie das Er­gebnis von Innendifferenzierung, andererseits wird durch die Art ihrer Bildung eine Vorentschei­dung über das zu verwendende Koordinationsin­strument getroffen.
In Anlehnung an die Organisationssoziologie un­terscheidet man zwischen -- horizontaler und vertikaler Abteilungsbildung.

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