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Stufentheorien

heterogene wirtschaftshistorisch orientierte Ansätze zur Gliederung und begrifflichen Erfassung des Phänomens der wirtschaftlichen Entwicklung, die auf Friedrich LIST (1789-1846) und Vertreter der Historischen Schule der Volkswirtschaftslehre zurückgehen und als Reaktion auf den Rationalismus und den Universalitätsanspruch der Klassischen Theorie betrachtet werden können (Schulen und Richtungen der Ökonomie). Entsprechend den Kriterien, die der Einteilung in die einzelnen Entwicklungsphasen (Stufen) zugrunde liegen, lassen sich folgende Ansätze unterscheiden: a) Nach der nationalökonomischen Ausbildung einer Nation unterscheidet LIST die Stufen
1. wilder Zustand;
2. Hirtenstand;
3. Agrikulturstand;
4. AgrikulturManufakturstand;
5. Agrikultur-Manufaktur-Handelsstand. Bei LIST dient die Stufentheorie in erster Linie als Folie für seine Argumentation zugunsten einer Schutzzollpolitik der Staaten, die noch nicht wie die prädominante Wirtschaftsmacht seiner Zeit, nämlich Großbritannien, die höchste Sprosse der Stufenleiter erklommen haben. b) Nach dem Umfang der Marktverflechtung unterscheidet Karl BÜCHER (18471930) die Stufen der Haus-, Stadt-, Volks-und Weltwirtschaft. c) Nach dem Entwicklungsstand der Organisation der Tauschvorgänge unterscheidet Bruno HILDEBRAND (18121878) zwischen Natural-, Geld- und Kreditwirtschaft. Bei den Stufentheorien handelt es sich nicht um Theorien im eigentlichen Sinne, da sie keine erklärenden Hypothesensysteme bilden. In der modernen Volkswirtschaftslehre spielen sie keine Rolle. Ihnen kommt nur noch dogmenhistorisches Interesse zu. Literatur: Schachtschabel, H.G. (1971)

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