Empfehlungen
A   B   C   D   E   F   G   H   I   J   K   L   M   N   O   P   Q   R   S   T   U   V   W   X   Y   Z  
  Home Top 10 Fachbereiche News Hilfe & FAQ
 

Wechseldiskontierung

Ankauf von Wechseln vor deren Fälligkeit unter Abzug von Zinsen (Diskont) für die Zeit bis zum Fälligkeitstag. Diskontgeschäft.

Als Diskont bezeichnet man einen Zinsabzug bei noch nicht fälligen Zahlungen. Die Bezeichnung wird vor allem für die Zinsen verwendet, die bei Diskontkrediten, d.h. bei. Krediten, die durch den Ankauf von Wechseln durch ein Kreditinstitut entstehen, zu entrichten sind. Dabei handelt es sich um einen Zins, der von der Höhe des Diskontsatzes abhängt, da sich die den Kredit gewährende Bank unter bestimmten Voraussetzungen durch Verkauf des Wechsels an die Deutsche Bundesbank zum Diskontsatz refinanzieren kann. Der Diskont ergibt sich, wenn zum Diskontsatz ein Zuschlag hinzukommt, der bei bundesbankfähigen Wechseln ca. 0,75%-2,5% p.a. und bei anderen Wechseln ca. 2°/0 — 4% p.a. beträgt.               Literatur: Wöbe, G.IBilstein, J., Grundzüge der Unternehmensfinanzierung, 6. Aufl., München 1991, S. 228 ff.


(1) Der Wechseleinreicher (Wechselaussteller bzw. Indossant) schliesst mit der Bank einen Diskontkre­ditvertrag, der eine Kreditlinie (ein Diskontkontingent) umfasst, die in der Regel revolvierend in An­spruch genommen werden kann. Bei Diskontkrediten ist die Bank im Fall der Nichteinlösung eines dis-kontierten   Wechsels zum Rückgriff auf den Wechseleinreicher berechtigt.
(2) Die diskontierende Bank berechnet für den Zeitraum vom Tag der Diskontierung bis zum Verfalltag des Wechsels Dis­kontzinsen und schreibt dem Wechseleinreicher den Wechselbetrag abzüglich der Diskontzinsen als Diskonterlös auf seinen Konto gut. Bei Auslandswechseln sind einige Besonderheiten zu beachten (sie­he   Respekttage, siehe   Zinsberechnungsmethode, internationale).
(3) Die Diskontierung von Wechseln hat für den Wechseleinreicher mehrere Vorteile: (a) Sofortige Liquiditätsbeschaffung, (b) vergleichsweise zinsgünstige Refinanzierung, (c) häufig ohne die Stellung zusätzlicher Sicherheiten für die diskontierende Bank, (d) Bei Fremdwährungswechseln: Überwälzung des Wechselkursrisikos auf die diskontierende Bank sowie (e) Bilanzentlastung.

Siehe: Diskont

Vorhergehender Fachbegriff: Wechseldiskont | Nächster Fachbegriff: Wechseldiskontkredit



  Diesen Artikel der Redaktion als fehlerhaft melden & zur Bearbeitung vormerken

   
 
 

   Weitere Begriffe : ECA | Out-Supplier | DJ Euro STOXX 50

   Praxisnahe Definitionen

Nutzen Sie die jeweilige Begriffserklärung bei Ihrer täglichen Arbeit. Jede Definition ist wesentlich umfangreicher angelegt als in einem gewöhnlichen Glossar.

  Marketing

  Definition

  Konditionenpolitik

   Fachbegriffe der Volkswirtschaft

Die Volkswirtschaftslehre stellt einen Grossteil der Fachtermini vor, die Sie in diesem Lexikon finden werden. Viele Begriffe aus der Finanzwelt stehen im Schnittbereich von Betriebswirtschafts- und Volkswirtschaftslehre.

  Investitionsrechnungen

  Marktversagen

  Umsatzsteuer

   Beliebte Artikel

Bestimmte Erklärungen und Begriffsdefinitionen erfreuen sich bei unseren Lesern ganz besonderer Beliebtheit. Diese werden mehrmals pro Jahr aktualisiert.

  Cash Flow

  Bausparen

  Fremdwährungskonto


     © 2015 Wirtschaftslexikon24.com       All rights reserved.      Home  |  Datenschutzbestimmungen  |  Impressum  |  Rechtliche Hinweise
Aktuelles Wirtschaftslexikon