Empfehlungen
A   B   C   D   E   F   G   H   I   J   K   L   M   N   O   P   Q   R   S   T   U   V   W   X   Y   Z  
  Home Top 10 Fachbereiche News Hilfe & FAQ
 

Abwrackprämie

Mittel der Kapazitätslenkung mit dem Ziel eines finanziellen Anreizes zum beschleunigten Kapazitätsabbau. Ihre Finanzierung erfolgt aus Umlagen, die den Verbraucherpreisen zugeschlagen werden, z.T. auch aus staatlichen Zuschüssen für Abwrackprogramme. Ihre wirtschaftspolitische Zweckmässigkeit ist umstritten, weil die unternehmerischen Investitionsrisiken sozialisiert und die Folgen falscher Investitionsentscheidungen auf die Kunden bzw. die Allgemeinheit abgewälzt werden. Der Marktaustritt leistungsschwacher Anbieter wird in Erwartung von Abwrackprä- mien gehemmt. Andererseits kann eine zeitlich begrenzte Abwrackaktion schneller und wirksamer als fortgesetzte Subventionen eine Kapazitätsanpassung herbeiführen. In der Binnenschiffahrt werden seit 1969 an die Unternehmen, die unwirtschaftlichen Schiffsraum verschrotten, Prämien aus einem Abwrackfonds gezahlt. Dieser wird durch Zwangsabgaben der im innerdeutschen Verkehr tätigen Binnenschiffer finanziert. Ab 1982 wurde die Beitragsverpflichtung allgemein (ausser Tankschiffahrt) gesenkt. Sie endete am 31.12.1989. Insgesamt wurden seit Beginn der Aktion im Jahre 1969 bis Ende 1990 5163 Güterschiffe (Motorgüterschiffe, Tankmotorschiffe, Schlepperkähne, Tankschleppkähne, Schuten) mit über 2,5 Mio. t Tragfähigkeit und 437 Schlepper (mit rd. 170000 PS Leistung) abgewrackt. Umstritten ist, ob die Aktion ihr Ziel erreicht bzw. negative Auswirkungen erzielt hat, oder ob andere kapazitätsregulierende Massnahmen geeigneter gewesen wären.   Literatur: Binnenschiffahrt 1990/91, Geschäftsbericht des Bundesverbandes der deutschen Binnenschiffahrt e. V, Duisburg 1991.

Vorhergehender Fachbegriff: Abwicklungstag | Nächster Fachbegriff: Abzahlungsdarlehen



  Diesen Artikel der Redaktion als fehlerhaft melden & zur Bearbeitung vormerken

   
 
 

   Weitere Begriffe : Zwangsvollstreckungsrecht | Tonnenkilometer | Pipeline-Effekt

   Praxisnahe Definitionen

Nutzen Sie die jeweilige Begriffserklärung bei Ihrer täglichen Arbeit. Jede Definition ist wesentlich umfangreicher angelegt als in einem gewöhnlichen Glossar.

  Marketing

  Definition

  Konditionenpolitik

   Fachbegriffe der Volkswirtschaft

Die Volkswirtschaftslehre stellt einen Grossteil der Fachtermini vor, die Sie in diesem Lexikon finden werden. Viele Begriffe aus der Finanzwelt stehen im Schnittbereich von Betriebswirtschafts- und Volkswirtschaftslehre.

  Investitionsrechnungen

  Marktversagen

  Umsatzsteuer

   Beliebte Artikel

Bestimmte Erklärungen und Begriffsdefinitionen erfreuen sich bei unseren Lesern ganz besonderer Beliebtheit. Diese werden mehrmals pro Jahr aktualisiert.

  Cash Flow

  Bausparen

  Fremdwährungskonto


     © 2015 Wirtschaftslexikon24.com       All rights reserved.      Home  |  Datenschutzbestimmungen  |  Impressum  |  Rechtliche Hinweise
Aktuelles Wirtschaftslexikon