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Arbeitszeitverkürzung

Reduktion des zeitlichen persönlichen Arbeitseinsatzes (Arbeit, Arbeitszeit). Sie umfasst ein breites Spektrum von Möglichkeiten, die sich grob in drei Hauptgruppen zusammenfassen lassen: •   Verkürzung der wöchentlichen Arbeitszeit •   Verkürzung der jährlichen Arbeitszeit •   Verkürzung der Lebensarbeitszeit. Unter die erste Gruppe fällt etwa die Verringerung der Zahl der Arbeitsstunden pro Tag, das Einschieben freier Tage oder die Verlängerung des Wochenendes bei ansonsten gleichbleibender täglicher Arbeitszeit. Oft wird hierzu auch eine Einschränkung der zulässigen Überstunden, das heisst ein Abbau der effektiven Arbeitszeit, gezählt. Zur zweiten Gruppe gehört unter Beibehaltung der bisherigen täglichen bzw. wöchentlichen Arbeitszeit eine Verlängerung des Jahresurlaubs, aber auch die Einführung bzw. Ausweitung eines Bildungsurlaubs oder zusätzlicher freier Tage pro Monat (z.B. Haushaltstag). Die letzte Gruppe stellt ab auf die Verringerung der Dauer des Erwerbslebens unter Beibehaltung der täglichen und jährlichen Normalarbeitszeit. Die breite Palette von Möglichkeiten umfasst die Verlängerung der Verweildauer im Schulsystem (10. Schuljahr), die Vorverlegung der Altersgrenze für den Rentenbezug (flexible Altersgrenze), aber auch die Gewährung von freien Jahren während des Arbeitslebens. Neben sozialethischen und sozialpolitischen Zielen ist für Forderungen nach einer Verkürzung der Arbeitszeit auch besonders das Ziel einer Verbesserung der Beschäftigungssituation massgeblich Arbeitslosigkeit). Hier stützten sich etwa die Gewerkschaften auf die Hoffnung, dass dadurch eine Einstellung zusätzlicher Arbeitskräfte bewirkt und damit eine Umverteilung der Arbeit ermöglicht werden. Die wirtschaftlichen Konsequenzen sind unterschiedlich je nachdem, ob die Arbeitszeitverkürzung ohne oder mit Lohnausgleich erfolgt. Im ersten Fall würden die Arbeitskosten pro Produkteinheit etwa gleichbleiben (bzw. zumindest weniger steigen als im zweiten Fall). Allerdings würden sich die Kapitalkosten je Stück in jedem Fall erhöhen. Sofern nicht eine Schmälerung der Gewinne hingenommen wird, sind Überwälzungsversuche mit inflatorischen Tendenzen oder/und eine rationalisierungsbedingte Freisetzung von Arbeitskräften zu befürchten. Literatur: Neumann, M., Arbeitszeitverkürzung gegen Arbeitslosigkeit?, Berlin 1984. Schattat,B Arbeitszeitverkürzung, Problemanalyse und alternative Lösungsmöglichkeiten, 2. Aufl., München 1980.

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