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Beschaffungsmodelle

 Planungsmodell des 0perations Research für den Funktionsbereich Beschaffung (Funktionsbereichsmodelle). Ein solches Modell steht häufig in enger Verbindung mit Lagerplanungsmodellen, Produk- tionsplanungsmodellen und Absatzplanungsmodellen oder ist sogar in sie integriert. Die Beschaffungsplanungsmodelle betreffen vor allem drei Aspekte: die Vorhersage des künftigen Bedarfs, die Festlegung von Bestellzeitpunkten und die Bestimmung günstiger Bestellmengen. Das betrifft insb. die nach aussen gerichteten Beschaffungsmassnahmen, also den Einkauf bei Lieferanten, aber auch innerbetriebliche Beschaffungsmassnahmen, nämlich die Auslösung von Fertigungsaufträgen. (1)  Zur Vorhersage des zukünftigen Bedarfs an Produkten (Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen, Einzelteilen, Baugruppen, Fertigprodukten) lassen sich zwei Modellarten verwenden, die der programmorientierten und die der verbrauchsorientierten Bedarfsplanung. Die programmorientierten Modelle gehen von einem festgelegten (auf die Fertigprodukte bezogenen) Absatz- und Produktionsprogramm aus. Mit ihnen lassen sich aus diesen Programmen die Bedarfsmengen sämtlicher Vorprodukte bestimmen (Stückliste, Input- Output-Funktionen, Gozinto-Graph). Programmorientierte Bedarfsberechnung ist identisch mit Stücklistenauflösung. Demgegenüber wird bei verbrauchsorientierten Modellen der Verbrauch der Vergangenheit statistisch extrapoliert, beispielsweise mit dem Verfahren der exponentiellen Glättung. (2)  Von dem zukünftigen Bedarf und dem vorhandenen Bestand an Produkten hängen die Zeitpunkte der Nachbestellung ab. Sie richten sich nach den Lagerdispositionssyste- men. Es gibt erstens Systeme mit festen Bestellintervallen, die sich über die optimalen Bestellmengen bestimmen lassen (Bestellrhythmusverfahren). Zweitens gibt es kontinuierliche und periodische Bestellpunktverfahren. (3) Zur Bestimmung der Beschaffungsmengen liegt eine Vielzahl von Modellen vor. Bei den einfachsten Modellen wird die optimale Bestellmenge durch Minimierung der Summe der Kosten für Lagerhaltung einerseits und für die Beschaffungsvorgänge andererseits minimiert. Bei komplexeren Modellen werden Rabatte, Skonti und sonstige Preisnachlässe berücksichtigt, ferner Abhängigkeiten zwischen verschiedenen Beschaffungsgütern, Synchronisationseffekte mit optimalen Losgrössen der Produktion etc.        Literatur: Grochla, E., Grundlagen der Materialwirtschaft, 2. Aufl., Wiesbaden 1973.

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