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Finanzmarkttheorie

neuere Wechselkurstheorie, welche die Währungen der Länder als Finanzanlagen betrachtet, die ihren Besitzern Erträge (wie jedes andere Finanzaktivum) erbringen. Der  Wechselkurs ist danach der Preis für ein "asset" (Bestandshaltepreis), der wie die Preise aller anderen Finanzaktiva durch neue Informationen und durch Erwartungen beeinflusst wird. Das wichtigste Kennzeichen des Finanzmarktansatzes ist darin zu sehen, dass er den Wechselkurs als Ergebnis von Anpassungen der Bestandsgrössen — und nicht der Stromgrössen — sieht. In den engsten Modellen, die den Finanzmarktansatz zur Wechselkurserklärung verwenden, werden •     vollständige Kapitalmobilität, •     perfekte Substitutionsmöglichkeit zwischen Vermögenswerten in verschiedenen Währungen, •     Konstanz der jeweiligen Volkseinkommen und •     Konstanz der Vermögensbestände angenommen. Unter diesen Annahmen wird jede Zinsdifferenz zwischen zwei Währungen unmittelbar durch Veränderungen des Devisenkassa- bzw. des Devisenterminkurses kompensiert. Die Funktion des Wechselkurses und seiner Veränderung liegt darin, die (erwarteten) Renditen verschiedener Finanzaktiva, die auf verschiedenen Finanzmärkten emittiert werden und auf unterschiedliche Währungen lauten, einander anzugleichen (Zinsarbitrage). Zinsdifferenzen bei längerfristigen Finanzaktiva, die auf unterschiedliche Währungen lauten, können als gleich grosse Wechselkursänderungserwartungen interpretiert werden. Die Finanzmarkttheorie ist inzwischen zu einem der wichtigsten Erklärungsansätze für das Verhalten flexibler Wechselkurse geworden. Insb. kann dadurch das Phänomen des (kurzfristigen)  overshooting eines Wechselkurses über seinen längerfristigen Gleichgewichtswert (Kaufkraftparitätentheorie) erklärt werden.                                                              Literatur: Bender, D., Finanzmarkttheorie des Wechselkurses, in: HdWW, Bd. 9, Stuttgart u. a. 1982, S. 748 ff.

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