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Mobbing

Mobbing ist ein systematisches und über längere Zeit fortgesetztes Schikanieren, Benachteiligen, Ausgrenzen eines Einzelnen am Arbeitsplatz. Das kann bei dem/der Betroffenen extremen Stress auslösen und schlimmstenfalls zum Selbstmord führen. Das Wort hat derzeit Konjunktur und wird deshalb z.T. - unrichtig - schon bei einzelnen Streitigkeiten oder persönlichen Angriffen verwendet.

(auch: Psychoterror, Schikane) feindselige Handlungen am Arbeitsplatz physischer oder psychischer Art, die von einzelnen oder mehreren (z.B. Vorgesetzten, Kollegen) systematisch gegen Individuen eingesetzt werden. Der Begriff setzt voraus, dass die feindseligen Handlungen oft (fast täglich) und über längere Zeit (mind. Vi Jahr) stattfinden. Skandinavische Erhebungen zeigen eine Problembetroffenheit von ca. 3% der arbeitenden Bevölkerung. Neben individuellen Folgen (z. B. Depression) treten betriebliche auf (Absentismus).

Der Begriff „Mobbing” wurde 1963 vom Verhaltenswissenschaftler Konrad Lorenz geprägt. Ursprüng­liche Bedeutung war der Gruppenangriff unterlegener Tiere auf einen überlegenen Gegner — bei Lorenz von Gänsen auf einen Fuchs. Die Bedeutung des Begriffes hat sich stark gewandelt. Während eine all­gemein anerkannte Definition nicht existiert, lässt sich als weitgehend akzeptiertes Kernmerkmal nen­nen, dass eine systematische und gezielte Schikane vorliegt, die wiederholt und über einen längeren Zeitraum ausgeübt wird. Das Wort Mobbing ist ein umgangssprachliches Lehnwort aus dem Englischen und wird weitgehend synonym verwendet für Schikane, Intrige oder auch Psychoterror. „Mob”`bedeutet Meute, „to mob” anpöbeln, über jemanden herfallen. Es werden einzelne Personen meist von kleineren Gruppen — der Meute — gemobbt. Durch den pro­zesshaften Ablauf und die für das Mobbing typischen asymmetrischen Machtverhältnisse haben die Opfer insbesondere in fortgeschrittenen Phasen geringe Aussichten, das Mobbing ohne Hilfe zu unter­binden. Siehe auch   Managing Motivation (mit Literaturangaben).

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