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OEM

»Original Equipment Manufacturer« sind Unternehmen, welche die Produkte des Herstellers in ihre eigenen Produkte einbauen; für den Endkunden ist nicht ohne weiteres erkennbar; welche Komponenten ein OEM in seinen Produkten verwendet. Aus der Marketingsicht des Herstellers sind die OEMs wichtige, aber auch sehr schwierige Partner. Insbesondere dann, wenn die Abnehmer des Herstellers ausschließlich OEMs sind, hat der Hersteller wenig Aktionsparameter. Gerade in solch engen Marktstrukturen wie in der Automobilindustrie ist es außerordentlich gefährlich, nur von OEMs abhängig zu sein. Bei einer stärker segmentierten Kunden- und Marktstruktur ist ein OEM allerdings auch ein guter Absatzweg, um überschüssige Produktionsmengen ohne erheblichen Einfluss auf die übrigen Marktsegmente abzusetzen. In diesem Fall ist eine erhebliche Preisdifferenzierung möglich, aber auch nötig. Auch im OEM-Geschäft kann ein Hersteller neben dem vorherrschenden Push-Marketing ein Pull-Marketing betreiben; ein Beispiel dafür ist INTEL, die es geschafft haben, mit dem Slogan »intel inside« ein starkes Markenbewusstsein bei den Kunden der Computerhersteller zu etablieren.

im Produktgeschäft und Teile-Marketing übliche Abkürzung für die wichtige Kundengruppe der „Original Equipment Manufacturers“, d. h. der Hersteller von Ma­schinen und Anlagen. 8963Off-Price-Store8963 US-amerikanische Betriebsform des stationären Einzelhandels, die aktuelle Markenartikel mittlerer bis hoher Qualität (insb. Oberbekleidung und Schuhe) - wenn auch häufig noch als Überhang-, Auslauf - und Zweite-Wahl-Ware - mit dauerhaft ho­hen Preisabschlägen (20-70%) auf jeweils unterschiedlich dimensionierten Verkaufs­flächen (500-3.000 qm) an Verkehrs- und kostengünstigen Standorten außerhalb der traditionellen Einkaufszonen anbietet. Seit ihrer Einführung Ende der 70 er Jahre haben die Off-Price-Stores geradezu boom­artige Umsatzsteigerungen erzielen können, und dies bei beachtlicher warenwirtschaftli­cher Effizienz im Mitbewerbervergleich; ein Befund, der auch für die Zukunft erwartet wird (vgl. Tab. 1 und 2). Gleichwohl hat der Begriff „Off-Price-Store“ zwischenzeitlich an betriebstypenprägender Eindeutigkeit verloren und umfaßt u.a. folgende Varian­ten: Sortimentsorientierte Off-Price-Stores mit Betonung auf ein vergleichsweise breites sowie Beständigkeit und Kontinuität signali­sierendes W arenangebot Gelegenheitsorientierte Off-Price-Stores mit Spezialisierung auf einen bestimmten Warenbereich bei verminderter Kontinuität im Angebot Partieorientierte Off-Price-Stores, Par- tievermarkter, Partie discounter mit Be­schränkung auf Sonderangebote von Mar­kenwaren eines oder mehrerer Hersteller je nach V erfügbarkeit Off-Price-Center durch räumlich inte­grierte Zusammenfassung branchengleicher bzw. -ungleicher Off-Price-Stores. Auch im Verhältnis zu Factory Out- lets(Fabrikladen) und Discountstores (Diskontgeschäft) ergeben sich Über­schneidungen im Leistungsprofil, wenn man von den Unterschieden hinsichtlich der Trägerschaft und der gewählten Sorti­mentsschwerpunkte einmal absieht. In Deutschland hat sich das Off-Price-Kon- zept aufgrund der - im Vergleich mit den USA- andersartigen, in Sonderheit restrikti­ven Rahmenbedingungen bislang nur verein­zelt und auch dabei allenfalls ansatzweise verwirklichen lassen. Für die Zukunft wird jedoch mit einer verstärkten Adaption ge­rechnet: so im Einzelhandel zur Erschließung neu­er Marktfelder durch Diversifizierung eta­blierter Betriebstypen und Umwidmung leistungsschwacher Flächenkapazitäten diskont und markenorientierter Fach­märkte und Einkaufszentren in den Off- Price-Bereich; so aber auch in der Markenartikelindustrie zum Abbau von warenspezifischen Über­hängen bei gleichzeitiger Wahrung der Distributionsautorität durch eine entspre­chend modifizierte Vertriebspolitik, die dem Fabrikverkauf bzw. dem Fabrikladen einen höheren Stellenwert als bisher ein­räumt.         

Literatur:  Tietz, B., Off-price Stores und Factory Outlets, in: Marketing ZFP,
7. Jg. (1985), S. 77-84.

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