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Veblen-Effekt

nach Thorstein Veblen (1857-1929); Snob ffekt, Konsumeffekt, insbesondere bei Prestigegütern, der zu anomalen Nachfragereaktionen führt: Die Nachfrage steigt mit steigendem Preis.

Beim Veblen-Effekt zeigt sich die paradoxe Erscheinung, daß ein höherer Preis zu einer größeren Nachfrage führt als ein niedrigerer Preis. Die Nachfragesteigerung tritt in Abhängigkeit von der Preissteigerung ein. Es wird mehr gekauft, nur weil der Preis höher ist. Mit dem hohen Prestige-Preis wird hohes Einkommen und damit ein hoher sozialer Status demonstriert.

Damit ist ein Käuferverhalten gemeint, bei dem ein hoher Preis zu einer hohen Nachfrage führt, da die betreffenden Konsumenten mit einem Hochpreis-Produkt ein entsprechend hohes Prestige und Einkommen demonstrieren wollen. Beispiel: Eine Uhr wird nicht wegen ihrer Qualität gekauft, sondern wegen ihres Preises; soziale Schichten versuchen, sich durch ihren Konsum an die nächsthöhere Schicht anzunähern bzw. Zugehörigkeit zu dieser Schicht zu demonstrieren (»conspicuous consumption«).

Siehe auch: Nachfrageeffekte

nach Thorstein B. Veblen (1857-1929) benannte Erscheinung des auffälligen und aufwendigen Konsums. Die Nachfrage nach einem Konsumgut nimmt zu, weil es mehr anstatt weniger kostet. Es liegt hier eine sozialabhängige Nutzenschätzung des Individuums vor (Prestigeeffekt). Veblen-Effekt Wird der Preis eines Gutes von pi auf p2 erhöht, so gilt nicht mehr die ursprüngliche (isolierte) Nachfragekurve, d. h. es wird die mengenmässige Nachfrage nicht von x1 auf x2 sinken (Preiseffekt), sondern wegen der Nachfrage aus Prestigegründen wird eine grössere Menge k2 als zum niedrigen Preis pi (xi) nachgefragt. Es kommt somit zu einem anormalen (steigenden) Verlauf der Nachfragefunktion. Der Veblen-Effekt (X2 — x2) ist dem Preiseffekt (xi — x2) entgegengerichtet (vgl. Abb.).

Literatur: Fehl, U./Oberender, P., Grundlagen der Mikroökonomie, 5. Aufl., München 1992, S. 235 f.

nach Thorstein B. Veblen (1857-1929) be­nannter Nachfrageeffekt (Nachfrage), der sich auf den prestigebetonten Konsum be­zieht. Die Nachfrage nach einem Konsumgut nimmt zu, obwohl es mehr anstatt weniger kostet. Es liegt hier eine sozialabhängige Nutzenschätzung des Individuums vor (Pre­stigeeffekt). Wird der Preis eines Gutes von pi auf ü2 erhöht, so gilt nicht mehr die ur­sprüngliche (isolierte) Nachfragekurve, d. h. es wird die mengenmäßige Nachfrage nicht von xi auf X2 sinken (Preiseffekt), sondern wegen der Nachfrage aus Prestigegründen wird eine größere Menge X2 als zum niedri­gen Preis pi(xi) nachgefragt. Es kommt somit zu einem anormalen (steigenden) Verlauf der Nachfragefunktion. Der V eblen-Effekt (’x2 - X2) ist dem Preiseffekt (xi - X2) entgegenge­richtet.

Literatur:  Fehl, U.; Oberender,P., Grundlagen der Mikroökonomie, 4. Aufl., München 1990, S. 205 f.

nach Thorstein VEBLEN (1899) benannter Effekt sozial abhängiger Nutzenschätzungen: Aufgrund eines Güterverbrauchs aus Geltungsdrang (conspicuous consumption) hängt der Nutzen eines Gutes für ein Wirtschaftssubjekt von dem von Nichtkäufern vermuteten Preis für dieses Gut ab. Die nachgefragte Menge nimmt daher mit steigendem vermuteten Preis zu. Da faktischer und vermuteter Preis nur kurzfristig voneinander abweichen können, treten bei einem Rückgang des faktischen Preises zwei Effekte auf: eine Zunahme der nachgefragten Menge aufgrund der Preissenkung (Preiseffekt) und ein Rückgang aufgrund der Senkung des vermuteten Preises (VEBLEN-Effekt). Die Nachfragefunktion für das betreffende Gut kann daher teilweise einen anomalen (steigenden) Verlauf aufweisen. Literatur: Schumann, J. (1992). Leiben-stein, H. (1966)

Ein neben dem Mitläufereffekt (Bandwagon-Effekt), dem Giffen-Effekt und dem Snob-Effekt zu den - Nachfrageeffek­ten (externen Konsumeffekten) zählender Effekt, der in der Steigerung der Nachfrage einer Person oder Personengruppe nach einem Produkt be­steht, nachdem dessen Preis erhöht wurde. Im Veblen-Effekt manifestieren sich die Prestige­bedürfnisse sozialer Gruppen, deren Kaufverhal­ten in starkem Maße durch den von teuren Gütern gestifteten Zusatznutzen in Form von Sozialprestige bestimmt wird. Bei sozial auffälligen Produkten kann so eine Preissenkung ein Absinken und eine Preiserhöhung eine Stei­gerung der Nachfrage auslösen.



Veblen-Effekt


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