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Verfügungsrechte

Neben Nutzungsrechten ein Bestandteil der Eigentumsrechte. Sie bestehen aus einem Bündel unterschiedlicher Rechte an knappen Gütern (einschl. Arbeitsvermögen) und betreffen das Entscheidungsrecht über die Güterverwendung und das Recht auf Übertragbarkeit. Nach juristischer Auslegung umfassen Verfügungsrechte alle Rechtsgeschäfte, die sich auf Erwerb, Gebrauch, Belastung und Übertragung von Gütern beziehen.

(Property Rights) stellen ein Rechtsbündel dar, das aus einem oder mehreren Einzelrechten besteht:
(1) Dem Recht, ein Gut zu nutzen (ius usus);
(2) dem Recht, seine Erträge einzubehalten (ius usus fruc­tus);
(3) dem Recht, Form und Substanz des Gutes zu ändern (ius abusus);
(4) dem Recht, das Gut ein­schliesslich der daran bestehenden Verfügungsrechte ganz oder teilweise Dritten zu überlassen (ius successionis). Bei der Betrachtung wird davon ausgegangen, dass nicht die physischen oder immateriellen Güter selbst, sondern die Verfügungsrechte an Ressourcen und/oder Gütern einen wirtschaftlichen Nutzen konstituieren. Auf Märkten werden daher im Rahmen von Markttransaktionen einzelne Verfügungs­rechte übertragen. Unterschiedliche Ausgestaltungen von Verfügungsrechten können dabei beispiels­weise zur Differenzierung der angebotenen Leistung dienen. Bei   Dienstleistungen werden dem Anbieter einzelne Verfügungsrechte partiell und zeitlich einge­schränkt übertragen, wobei der Nachfrager die Art der Nutzung und Veränderung genau spezifizieren und an Bedingungen knüpfen kann. Sofern der   externe Faktor nicht nur in den   Leistungserstel­lungsprozess integriert, sondern in diesem auch transformiert (Transformation) wird, erhält der An­bieter z.B. auch das Recht, die Form des externen Faktors zu verändern (ius abusus). Aus der Sicht des Nachfragers einer Dienstleistung verbleiben die Verfügungsrechte zwar bei ihm; er verzichtet aber par­tiell und vorübergehend zugunsten des Anbieters auf sie. Siehe auch   Dienstleistungsmanagement (mit Literaturangaben).

Literatur: Richter, Rudolf/Furubotn, Eirik G. (2003): Neue Institutionenökonomik: Eine Einführung und kritische Würdigung, 3. Auflage, Tübingen 2003.

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