Empfehlungen
A   B   C   D   E   F   G   H   I   J   K   L   M   N   O   P   Q   R   S   T   U   V   W   X   Y   Z  
  Home Top 10 Fachbereiche News Hilfe & FAQ
 

Vertriebsgesellschaft

Investmentgesellschaft

Im Unterschied zur Verkaufsniederlas­sung rechtlich selbständige Gesellschaft (häufig GmbH), deren Untefflehfflensge- genstand hauptsächlich der Absatz der vom Produktionsunternehmen bezogenen Pro­dukte ist und an dem das Produktionsunter­nehmen oder dessen Eigner zumindest we­sentlich beteiligt sind (Verkaufsorgane). Vertriebsgesellschaften sind häufig das Er­gebnis einer (funktionalen) Betriebsaufspal­tung eines einheitlichen U nternehmens in ein Produktions- und Vertriebsunternehmen; hauptsächliche Motive sind Haftungsab­schirmung, Spezialisierung und Steuern. Vertriebsgesellschaften können auch als Ge­meinschaftsunternehmen Mittel der Absatz­kooperation sein. Die steuerlichen Folgen einer Vertriebstoch­tergesellschaft richten sich insb. nach ihrem Standort, ihrer Rechtsform und der Art der Unternehmensverbindung: Gründet ein Einzelkaufmann oder gründen die Gesell­schafter einer Personengesellschaft eine in­ländische Vertriebsgesellschaft in der Rechtsform der Kapitalgesellschaft, so be­steht die Möglichkeit einer ertragsteuerrele­vanten Gewinnverschiebung durch Preisge­staltung. Zwar wird die Betriebsaufspaltung grundsätzlich steuerlich anerkannt, unange­messenniedrige Verrechnungspreise werden jedoch steuerlich berichtigt. Die Höhe des angemessenen Preises ist nach den Verhält­nissen des Einzelfalls, den Aufwendungen der Vertriebsgesellschaft und einem fiktiven Drittvergleich zu bemessen (Abschn. 138b EStR, § 42 AO). Nachträgliche Preisfestset­zungen und Gewinnpoolungsverträge wer­den nach der Verwaltungsauffassung nicht anerkannt (Abschn. 138 b Abs. 4 EStR). Be­rechnet die Vertriebskapitalgesellschaft der Produktionsgesellschaft unangemessen ho­he Preise, so kann „verdeckte Gewinnaus­schüttung“ (§ 8 Abs. 3 KStG) vorliegen, die ebenfalls zur steuerlichen Korrektur führt. Auch bei Geschäftsbeziehungen mit einer ausländischen Vertriebskapitalgesellschaft unterliegen die Geschäftsbeziehungen u. U. einer steuerlichen Angemessenheitsprüfung (§ 1 AStG; Verrechnungspreisproblematik nach DBA). Schließlich ist von steuerlicher Bedeutung, ob zwischen Produktions- und Vertriebsunternehmen die Voraussetzungen der steuerli­chen Rechtsinstitute Organschaft (§§ 14 KStG, 2 UStG) und Schachtelprivileg (§§ 19 KStG, 9 Nr.2, 2a; 12 Abs.3 Nr.2, 2a GewStG, 102 BewG) erfüllt sind.

Vorhergehender Fachbegriff: Vertriebsgemeinschaft | Nächster Fachbegriff: Vertriebshändler



  Diesen Artikel der Redaktion als fehlerhaft melden & zur Bearbeitung vormerken

   
 
 

   Weitere Begriffe : Kammlinie | Verfügungsrechte | Individualnutzen

   Praxisnahe Definitionen

Nutzen Sie die jeweilige Begriffserklärung bei Ihrer täglichen Arbeit. Jede Definition ist wesentlich umfangreicher angelegt als in einem gewöhnlichen Glossar.

  Marketing

  Definition

  Konditionenpolitik

   Fachbegriffe der Volkswirtschaft

Die Volkswirtschaftslehre stellt einen Grossteil der Fachtermini vor, die Sie in diesem Lexikon finden werden. Viele Begriffe aus der Finanzwelt stehen im Schnittbereich von Betriebswirtschafts- und Volkswirtschaftslehre.

  Investitionsrechnungen

  Marktversagen

  Umsatzsteuer

   Beliebte Artikel

Bestimmte Erklärungen und Begriffsdefinitionen erfreuen sich bei unseren Lesern ganz besonderer Beliebtheit. Diese werden mehrmals pro Jahr aktualisiert.

  Cash Flow

  Bausparen

  Fremdwährungskonto


     © 2017 Wirtschaftslexikon24.com       All rights reserved.      Home  |  Datenschutzbestimmungen  |  Impressum  |  Rechtliche Hinweise
Aktuelles Wirtschaftslexikon