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Anlagenleistung

(auch Performance Efficiency; in %) Einige Unternehmen produzieren ihre Werbemittel wie Kataloge, Prospek­te oder Mailings selbst. Wesentliche Voraussetzung einer effizienten Produktion von Marketing-Medien ist eine hohe Anlagenleistung (Performan­ce Efficiency).
Beispiel
Ein Versandhandelsunternehmen plant im Durchschnitt für die Betriebs­stunde einer Druck- und Leimbindeanlage die Soll-Leistung von 200 Kata­logen pro Stunde. Tatsächlich aber werden nur 180 Kataloge hergestellt. Die Anlagenleistung beträgt 90 %.

Anlagenleistung

Quelle

· Die Daten hält die Produktionsabteilung bereit.
· Dabei ist wichtig, dass die tatsächliche und nicht die geplante Betriebs­zeit für die Berechnung zugrunde gelegt wird (siehe Anlagenverfügbar­keit).
· In der Praxis gestaltet es sich häufig schwierig, die Soll-Leistung einer Anlage zu definieren. Liegen über die maximale Produktionskapazität keine Angaben des Anlagenherstellers vor, wird häufig die sog. „best­demonstrierte Leistung“ herangezogen: Als Soll-Leistung wird die beste Leistung definiert, die in der Vergangenheit mit einer Anlage erzielt werden konnte.
Interpretation
Unter der Anlagenleistung (Performance Efficiency) versteht man das Verhältnis des tatsächlichen zum geplanten Output einer Anlage je Be­triebszeiteinheit. Die Anlagenleistung kann sowohl auf eine einzelne Ma­schine als auch auf eine ganze Fertigungsanlage bezogen sein. Die Anla­genleistung ist besonders aussagekräftig im Zeitvergleich.


Anlagenleistung


Die Anlagenleistung zeigt mithin, wie gut eine Anlage ausgenutzt wird. Geringere Taktraten, reduzierte Geschwindigkeiten, nicht lückenlose Be­legungen, Leerläufe und überschrittene Zykluszeiten können die Ursachen für Leistungsverminderungen sein. Bei einer Anlagenleistung von 100 % läuft die Anlage so gut, dass die Soll-Leistung und damit die bestmögliche Leistung erreicht werden.
Maßnahmen zur Beeinflussung
Die Anlagenverfügbarkeit gibt frühzeitig Aufschluss über eine verschlech­terte Anlagenperformance. Eine Abnahme der Anlagenverfügbarkeit sollte zum Anlass für eine genaue Ursachenanalyse genommen werden. Als Ein­zelmaßnahmen kommen u. a. in Betracht:
· Einführung höherer Taktraten
· Erhöhung der Produktionsgeschwindigkeit
· Verbesserung der Maschinenbelegung
· Verbesserung der Aufbau- und Ablauforganisation in der Produktion Bei einer dauerhaft niedrigen Anlagenleistung muss das Unternehmen auch in Betracht ziehen, die Produktion der Marketing-Medien an einen unternehmensfremden Dienstleister auszulagern (Outsourcing).
Grenzen
· Die Anlagenleistung sagt nichts über die Gründe der Leistungsschwä­chen aus.
· Die Berechnung der Anlagenleistung ist komplex, wenn auf einer Anla­ge mehrere Produkte hergestellt werden.

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