Ein Zeitvergleich ist ein Instrument der Wirtschaftlichkeitsanalyse und Kostensteuerung. Mit ihrer Hilfe wird die zeitliche Entwicklung von kostenrechnerischen Größen überwacht. Unter Verwendung der periodenbezogenen Ist-Kosten (je Kostenart z. B.) lassen sich Aussagen zur Kostenentwicklung treffen, wobei z. B. saisonale Schwankungen bei der Interpretation gleichfalls bedeutsam sein können. Im Sinne der Kostensteuerung haben sich jedoch eher Vergleiche auf Basis geplanter und tatsächlicher Angaben in der Praxis durchgesetzt, was Systeme der Plankostenrechnung erst möglich machen.
Siehe auch: Zeitvergleich der Kosten, Kostenvergleich, Kostenvergleichsrechnung
Zeitvergleich ist der Vergleich tatsächlich angefallener Vergangenheits-
werte, also ein Ist-Ist-Vergleich.
Hinweis:
Er kann als innerbetrieblicher und/oder zwischenbetrieblicher Vergleich
(Betriebsvergleich) durchgeführt werden und sollte möglichst durch einen
Soll-Ist-Vergleich ergänzt werden, um eine wirksame Kostenkontrolle zu
gewährleisten.
Vergleichsrechnung
Vergleichende Analyse und daraus resultierende Beurteilung wichtiger Indikatoren der Entwicklung einer Bank o.a. Unternehmens über mehrere aufeinander folgende Jahre der Vergangenheit. Bei Letzteren für Banken Teil der Kreditwürdigkeitsprüfung. Anders: Betriebsvergleich.
erstreckt sich auf Istgrössen (Istobjekt) verschiedener Zeiträume oder -punkte, z.B. Bilanzkennzahlen einer Unternehmung oder verschiedener Unternehmen (Betriebsvergleich) von aufeinanderfolgenden Jahren, wodurch man erkennen will, ob die Entwicklung im Zeitablauf besser oder schlechter geworden ist. Da Zeitvergleiche Ist-Ist-Vergleiche darstellen, bei denen das Vergleichsobjekt nur einen relativen Massstab repräsentiert, ergibt sich bei festgestellten Übereinstimmungen oder Abweichungen ein erheblicher Interpretationsspielraum. So besteht die Gefahr, dass z. B. die Kennzahlen zweier schlechter Jahre oder die eines schlechten und eines guten Jahres übereinstimmen oder die zweier guter Jahre voneinander abweichen. |
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