Empfehlungen
A   B   C   D   E   F   G   H   I   J   K   L   M   N   O   P   Q   R   S   T   U   V   W   X   Y   Z  
  Home Top 10 Fachbereiche News Hilfe & FAQ
 

Ausscheiden eines Gesellschafters

Aufgabe eines Gesellschaftsanteils an einem Unternehmen durch Ausscheiden. Das Ausscheiden aus einer Personengesellschaft (OHG, KG), entweder durch Veräußerung des Anteils oder durch Abfindung des Ausscheidenden durch die Gesellschaft, gilt als Veräußerung eines Teilbetriebes. Für den/die in der Gesellschaft verbleibenden Gesellschafter stellt sich dieser Vorgang als ein Erwerb des Anteils des ausscheidenden Gesellschafters am Betriebsvermögen dar.
Die Abfindung kann dann entweder in einem festen Betrag (wobei es sich sowohl um Geld als auch um Sachwerte handeln kann) oder in einer Rente bestehen. Die Höhe der Abfindung kann entweder genau dem Kapitalkonto entsprechen oder aber über oder unter diesem Betrag liegen. In der Regel liegt die Höhe der Abfindung über dem Betrag des Kapitalkontos.
Liegt die Abfindung über dem Nennbetrag des Kapitalkontos des Ausscheidenden, so tritt in Höhe des Mehrbetrages ein Veräußerungsgewinn ein. Er gehört zu den Einkünften aus Gewerbebetrieb und ist nach den §§ 16, 34 des Einkommensteuergesetzes steuerpflichtig.
Mit dem Gesetz zur Senkung der Steuersätze und zur Reform der Unternehmensbesteuerung (Steuersenkungsgesetz) wurde der kurzfristig ab 1996 ausgesetzte halbe Steuersatz für Gewinne aus Betriebsveräußerungen und Betriebsaufgaben, ebenso wie für Veräußerungen eines Teilbetriebes, wieder eingeführt. Danach gibt es wiederum die Möglichkeit zur Inanspruchnahme des halben Steuersatzes für aus dem Berufsleben ausscheidende Unternehmer.
Bei Vorliegen der weiteren Voraussetzungen (§ 16 Abs. 4 EStG) kann für derartige Gewinne künftig wieder der halbe Steuersatz (die Hälfte des
durchschnittlichen Einkommensteuersatzes) einmal im Leben in Anspruch genommen werden.
Mit der Neufassung des § 16 Abs. 4 EStG wurde der Freibetrag von DM 60.000,— auf DM 100.000,— erhöht. Die geänderte Fassung ist erstmals für Veräußerungen und Realteilungen anwendbar, die nach dem 31. Dezember 2000 erfolgen.
Siehe auch: Veräußerung des Betriebs

Vorhergehender Fachbegriff: Ausschüttungssperre | Nächster Fachbegriff: Ausschlagung einer Erbschaft



  Diesen Artikel der Redaktion als fehlerhaft melden & zur Bearbeitung vormerken

   
 
 

   Weitere Begriffe : Gesamtwirtschaftliche Analyse | Tracking Stock | degressive Kosten

   Praxisnahe Definitionen

Nutzen Sie die jeweilige Begriffserklärung bei Ihrer täglichen Arbeit. Jede Definition ist wesentlich umfangreicher angelegt als in einem gewöhnlichen Glossar.

  Marketing

  Definition

  Konditionenpolitik

   Fachbegriffe der Volkswirtschaft

Die Volkswirtschaftslehre stellt einen Grossteil der Fachtermini vor, die Sie in diesem Lexikon finden werden. Viele Begriffe aus der Finanzwelt stehen im Schnittbereich von Betriebswirtschafts- und Volkswirtschaftslehre.

  Investitionsrechnungen

  Marktversagen

  Umsatzsteuer

   Beliebte Artikel

Bestimmte Erklärungen und Begriffsdefinitionen erfreuen sich bei unseren Lesern ganz besonderer Beliebtheit. Diese werden mehrmals pro Jahr aktualisiert.

  Cash Flow

  Bausparen

  Fremdwährungskonto


     © 2015 Wirtschaftslexikon24.com       All rights reserved.      Home  |  Datenschutzbestimmungen  |  Impressum  |  Rechtliche Hinweise
Aktuelles Wirtschaftslexikon