Empfehlungen
A   B   C   D   E   F   G   H   I   J   K   L   M   N   O   P   Q   R   S   T   U   V   W   X   Y   Z  
  Home Top 10 Fachbereiche News Hilfe & FAQ
 

experimentelle Anlage

Je nach der Versuchs­anlage lassen sich vier verschiedene Grundtypen des Experiments unterscheiden, die der in Anlehnung an die angelsächsische Terminologie verwendeten Symbolik folgt. Zur Kennzeichnung dieser Typen werden die folgenden Symbole verwendet:
E = experimental group = Versuchsgruppe,
A = after = Messung des abhängigen Faktors erst, nachdem der Wirkungsfaktor (unabhängige Faktor) seinen Einfluss ausüben konnte,
B = before = kennzeichnet eine Messung zu ei­nem Zeitpunkt, an dem der Wirkungsfaktor noch nicht in das Geschehen eingeführt worden war,
C = control group = symbolisiert die Kontrollgrup­pe, an der auch Messungen vorgenommen wor­den sind.
Voraussetzung für die Durchführung eines Experiments ist das Vorhandensein einer ex­perimentellen Gruppe oder Person und einer Kontrollgruppe oder -person. Im Experiment wird nur die experimentelle Gruppe der Einwirkung der unabhängigen Variablen ausgesetzt (bzw. untersucht). Die Kontrollgruppe oder -person ist dadurch definiert, dass sie der Auswirkung der un­abhängigen Variablen nicht ausgesetzt ist. Bei dieser Anlage läßt sich die Wirkung der unab­hängigen Variablen als Differenz zwischen dem Zustand der experimentellen und der Kontroll­gruppe nach Einwirken der unabhängigen Varia­blen messen.
Nach Günter Hartfiel müssen für die experimen­telle Überprüfung einer Kausalbeziehung im Ide­alfall die folgenden Bedingungen erfüllt sein:
· Identifizierung: Die für das Forschungsproblem relevanten Faktoren oder Variablen müssen identifiziert sein, damit Hypothesen über die ver­muteten Zusammenhänge formuliert werden können.
Isolierung (Kontrolle): Die untersuchten Varia­blen müssen von anderen Variablen isoliert werden können, damit die Beziehungen der aufein­ander einwirkenden Variablen untersucht werden können.


experimentelle Anlage

· Manipulierbarkeit: Die unabhängige, experi­mentelle Variable muss variierbar sein.
· Wiederholbarkeit: Die experimentelle Situation muss unabhängig von den daran teilnehmenden Personen überprüfbar und wiederholbar sein. Entscheidende Voraussetzung für den Wert von Experimenten ist ihre externe und interne Va­lidität. Je nachdem, ob Experimente in natürli­cher Umgebung oder unter den strengen Bedin­gungen der Kontrollierbarkeit einer künstlichen Umgebung stattfinden, unterscheidet man zwischen               Feldexperimenten und - Laborexperimenten.
Experiment;
vgl. Quasi-Experiment

Vorhergehender Fachbegriff: Experimentanordnung | Nächster Fachbegriff: Experimentelles Design



  Diesen Artikel der Redaktion als fehlerhaft melden & zur Bearbeitung vormerken

   
 
 

   Weitere Begriffe : Branchenpolitik | Quickcard | Gleichgewichtsmarktanteil

   Praxisnahe Definitionen

Nutzen Sie die jeweilige Begriffserklärung bei Ihrer täglichen Arbeit. Jede Definition ist wesentlich umfangreicher angelegt als in einem gewöhnlichen Glossar.

  Marketing

  Definition

  Konditionenpolitik

   Fachbegriffe der Volkswirtschaft

Die Volkswirtschaftslehre stellt einen Grossteil der Fachtermini vor, die Sie in diesem Lexikon finden werden. Viele Begriffe aus der Finanzwelt stehen im Schnittbereich von Betriebswirtschafts- und Volkswirtschaftslehre.

  Investitionsrechnungen

  Marktversagen

  Umsatzsteuer

   Beliebte Artikel

Bestimmte Erklärungen und Begriffsdefinitionen erfreuen sich bei unseren Lesern ganz besonderer Beliebtheit. Diese werden mehrmals pro Jahr aktualisiert.

  Cash Flow

  Bausparen

  Fremdwährungskonto


     © 2017 Wirtschaftslexikon24.com       All rights reserved.      Home  |  Datenschutzbestimmungen  |  Impressum  |  Rechtliche Hinweise
Aktuelles Wirtschaftslexikon