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Best Practice

best practice ("hervorragende Praxis"). Best Practice ist die allgemeine Bezeichnung für die (in der betrieblichen Praxis entwickelte) beste Lösung bzw. für den besten Lösungsansatz. Als spezielle Bezeichnung tritt „Best Practice” beim generischen Bench-marking in Erscheinung, das bei der Wahl der Vergleichsobjekte (Benchmarkobjekte) keinerlei Re-striktionen setzt. Es werden vielmehr solche Organisationen bzw. Organisationseinheiten als Vergleichsobjekte gesucht, die entsprechend dem zu untersuchenden Objekt den besten Lösungsansatz — the Best-Practice — entwickelt haben.

1. Vorbildliche Lösungen oder Verfahrensweisen, die zu Spitzenleistungen führen, sind "best practice".
2. Das Vorgehen, solche Verfahren zu ermitteln und für die Verbesserung der eigenen Prozesse zu nutzen, oft als Weiterführung von Benchmarking.

Best practice ist ein pragmatisches Verfahren. Es systematisiert vorhandene Erfahrungen erfolgreicher Organisationen (oft auch Konkurrenten) oder Anwender usw., vergleicht unterschiedliche Lösungen, die in der Praxis eingesetzt werden, bewertet sie anhand betrieblicher Ziele, und legt auf dieser Grundlage fest, welche Gestaltungen und Verfahrensweisen am besten zur Zielerreichung beitragen.

Wichtige Elemente sind also:
* der Verzicht auf den Versuch, das Rad neu zu erfinden, die beste Lösung unbedingt selbst zu entwickeln, statt dessen
* der Blick über den Zaun, allerdings systematisch: orientiert an klaren Kriterien für die Bewertung,
* Prüfung der Übertragbarkeit (siehe die Warnung von Deming);
* Praxisorientierung, d.h. keine theoretischen Konzepte sind gefragt, sondern nachweisbar erfolgreiche Praxis (s. dazu »Best-Practice-Kriterien).

Hilfreich kann es sein, darauf zu verzichten, "die" beste Lösung zu suchen, sondern statt dessen bewährte Lösungen zu prüfen, was sie zur Verbesserung beitragen können: good practice.
Von den Besten lernen. Verfahren, mit dem man im Benchmarking versucht, von anderen, zumindest in Teilbereichen vergleichbaren Unternehmen auf den Feldern zu lernen bzw. sich in den Bereichen zu messen, auf bzw. in denen diese Unternehmen in der Vergleichsgruppe am besten sind, also über Best Practice verfügen.
Best-Practice-Unternehmen haben gegenüber ihren Konkurrenten Vorteile, weil sie insgesamt oder in Teilbereichen Dienstleistungen, Produkte, Projekte, Technologien, Techniken oder Prozesse entwickelt und ihre Organisation danach ausgerichtet haben, die denen in anderen Unternehmen überlegen sind.

Best Practice muss nicht unbedingt auf Best-Practice-Beispiele oder Unternehmen aus der eigenen Branche beschränkt sein. Vielmehr können bestimmte Prozesse auch aus anderen, branchenfremden Unternehmen als Vorbild dienen.

Auf dem Gesundheitsmarkt ist mittlerweile Best Practice zu einer recht weit verbreiteten Methode zur Verbesserung der eigenen Prozesse und nachfolgend der eigenen Organisation geworden. Allerdings wird es mit zunehmendem Wettbewerb innerhalb der Gesundheitsbranche auch immer schwieriger, im unmittelbaren Konkurrenzumfeld Unternehmen zu finden, die zu Benchmarking und Best-Practice-Vergleichen bereit sind, weil dies dazu fühen kann, dass unmittelbare Konkurrenten die als Best Practice identifizierten Prozesse und Methoden kopieren und damit der Wettbewerbsvorsprung des Best-Practice-Unternehmens verloren zu gehen droht. Auf dem Krankenhausmarkt konnte diese Entwicklung mit der gesundheitspolitisch gewollten Zunahme des Wettbewerbs zwischen Kliniken sehr gut beobachtet werden. Dies führt dazu, dass heute Best-Practice-Benchmarking überwiegend zwischen weiter entfernten Krankenhäusern stattfindet, weil diese nicht in unmittelbarer Konkurrenz zueinander stehen.

Der Begriff der Best Practice stammt aus der angloamerikanischen Betriebswirtschaftslehre.

Siehe auch Benchmarking (mit Literaturangaben).

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