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Ceteris-paribus-Klausel

(engl. ceteris paribus clause) Um im Modell die Wirkung der And erung eines Einflussfaktors auf eine Größe, die von mehreren Einflussfaktoren abhängt, isoliert zu untersuchen, ist es zweckmäßig, die übrigen Einflussfaktoren konstant zu halten. Soll beispielsweise die Nachfrage nach einem Konsumgut in Abhängigkeit von dessen Preis untersucht werden, wird vereinfachend angenommen, dass das reale Einkommen der Konsumenten und deren Präferenzen sich nicht ändern, das Angebot an Substitutionsgütern ebenfalls konstant bleibt u. a. m.

Die Annahme der Konstanz aller übrigen Einflussfaktoren wird durch das Kürzel «c. p.» für lat. ceteris paribus (= Übriges gleich) kenntlich gemacht. Die Prämisse c. p. schränkt die Allgemeingültigkeit der gewonnenen Aussage natürlich ein, weil die Wechselwirkungen mit anderen Einflussfaktoren annahmegemäß außer Acht bleiben.

In der Wirtschaftssoziologie:

bei vielen sozialwissenschaftlichen Modellen und Gesetzesaussagen (insbesonders der Nationalökonomie) angefügte Einschränkung, die beinhaltet, dass die Gesetzesaussagen nur insoweit gelten sollen, als alle nicht im Modell oder der Aussage enthaltenen Faktoren konstant bleiben. Diese Faktoren werden in der cp.-K. nicht näher bezeichnet. Daher können die Modelle nicht empirisch überprüft werden, da bei konträren Beobachtungen die Aussagen unter Hinweis auf mögliche Änderungen der durch die c.-p.-K. nicht spezifizierten Faktoren aufrechterhalten werden können. Diese Verwendung der c.- p.-K. führt zur Immunisierung der Aussagen und Modelle. Hierauf gründet sich der Vorwurf des Modell-Platonismus.



dient der
gedanklichen Ausschaltung aller nicht genannten Einflüsse auf die in einem Modell
erfaßten Vorgänge. Die nicht einge­führten Einflußvariablen werden damit gleichsam
"eingefroren". Dies kann insb. bei der Partialanalyse zu Fehlschlüssen führen, wenn die in der Betrachtung erfaßten Varia­blen
durch ihre Variation wegen bestehender Abhängigkeiten bei den nicht-erfaßten Va­riablen
zu Veränderungen führen, die ihrer­seits auf die erfaßten Variablen
zurückwirken. Daher ist die Ceteris-paribus-Prämisse streng genommen nur dann
erlaubt, wenn diese Rückwirkungen gering bleiben.




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