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Effizienzlohn

Grundgedanke aller Effizienzlohnansätze ist die positive Abhängigkeit der durchschnittlichen Fimenproduktivitat vom gezahlten Lohn. Wenn aber die Lohnhöhe die Produktivität beeinflusst, dann werden die Firmen auch bei existierender Arbeitslosigkeit die Löhne möglicherweise nicht senken, da eine Lohnsenkung nicht notwendigerweise eine Reduzierung der Arbeitskosten pro Produkteinheit induziert. Die ursprüngliche Begründung der Lohnabhängigkeit der Arbeitsproduktivität entstammt der ökonomischen Theorie der Entwicklungsländer. Bei niedrigem Ernährungsniveau existiert eine direkte Beziehung zwischen Lohnhöhe und Arbeitsleistung, da höhere Löhne in erster Linie zur Verbesserung der Ernährungssituation verwendet werden. Dadurch erhöht sich die Effizienz der Arbeiter (absolute Effizienzlohnhypothese). Für die Industrieländer sind dagegen die relativen Effi- zienzlohnansätze relevant. Diese betonen die Bedeutung des Unterschieds zwischen dem aktuellen Lohn und alternativen Verdienstmöglichkeiten bei unvollkommener Information der Arbeitsnachfrager. Demnach werden Effizienzlöhne gezahlt, um: •     möglichst produktive Arbeitnehmer zu rekrutieren (" adverse-selection " - Ansatz), •     bei schwieriger Leistungskontrolle adäquate Leistungsanreize zu setzen ("shirking"-Ansatz), •     die Fluktuation von Arbeitern und die damit verbundenen Kosten zu senken ("la- bour-turnover"-Ansatz) oder/und •     den Gerechtigkeitsnormen der Beschäftigten zu genügen und die arbeitsgruppenspezifischen Leistungsnormen zu beeinflussen (soziologischer Ansatz).     Literatur: Licht, G., Die Effizienzlohnsynthese, in: WiSt, 17. Jg. (1988), S. 132ff. Lindbeck, AJSnower, D.J., Explanations of Unemployment, in: Oxford Economic Review of Economic Policy, Vol. 1 (1986)    , S. 34ff. Stiglitz, J.E., The Causes and Conséquences of the Dependence of Quality on Price, in: Journal of Economic Literature, Vol. 25 (1987), S.   1 ff. Yellen, ]. L., Efficiency Wage Models of Unemployment, in: AER, Papers and Proceedings, Vol. 74 (1984), S. 200ff.

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