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Belastungs-Beanspruchungs-Ansatz

Die aus der Arbeitsaufgabe und dem Arbeitssystem resultierenden Anforderungen an die in diesem System arbeitenden Menschen werden als Belastung bezeichnet (vgl. auch DIN 33400). Da diese als globale Grösse nicht messbar ist, erweist sich eine Aufgliederung in (Teil-) Belastungsarten (Anforderungsarten) als erforderlich. Die Belastungsarten sind nach Höhe und Dauer zu ermitteln (Analyse) und zu gestalten. Die Gesamtbelastung wird beschrieben durch Teilbelastungshöhe und -dauer, Reihenfolge der Teilbelastungen, Überlagerung von Teilbelastungsarten sowie deren zeitliche Lage im Schichtverlauf. Die Belastung stellt eine objektive, personenunabhängige Grösse dar. Ihre Wirkung auf den Menschen wird dem Begriff Beanspruchung (vgl. DIN 33400) subsumiert; sie verkörpert somit eine subjektive Grösse. Der Beanspruchungsbegriff ist ein theoretisches Konstrukt und nicht direkt messbar. Die Gesamtbeanspruchung wird nach Teilbeanspruchungen differenziert und jeweils über mehr oder weniger valide Kenngrössen gemessen (z.B. Herz- schlagfrequenz). Aus den Indikatoren schliesst man auf die Teilbeanspruchung. Der Zusammenhang zwischen Belastung und Beanspruchung wird durch das Bela- stungs-Beanspruchungs-Modell (z.B. Abb.) funktional abgebildet: •   Belastung = f (Teilbelastung) = g (Teilbelastungshöhe, Teilbelastungsdauer), •   Belastungsdauer = h (zeitliche Anordnung, Überlagerung von Teilbelastungsgrössen), •   Beanspruchung = 1 (Belastung, individuelle Eigenschaften, Fähigkeiten, Fertigkeiten). Belastung und Beanspruchung bilden unterschiedliche Mess- und Analyseobjekte. Die Beanspruchung kann laut Walter Rohmert in vier verschiedenen Bewertungsdimensionen auftreten , die in verschiedenen Wissenschaftsdisziplinen diskutiert werden. Belastungs-Beanspruchungs-Ansatz                                       Literatur: Bokranz, R.¡Landau, K., Einführung in die Arbeitswissenschaft. Analyse und Gestaltung von Arbeitssystemen, Stuttgart 1991. Rohmert, WJ Rutenfranz, /. (Hrsg.), Praktische Arbeitsphysiologie, 3. Aufl., Stuttgart, New York 1983, S. 5 ff. Schmidtke, H. (Hrsg.), Lehrbuch der Ergonomie, 2. Aufl., München, Wien 1981, S. 105 ff. Verband für Arbeitsstudien und Betriebsorganisation!REFA, Grundlagen der Arbeitsgestaltung, München 1991, S. 31 ff.

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