Empfehlungen
A   B   C   D   E   F   G   H   I   J   K   L   M   N   O   P   Q   R   S   T   U   V   W   X   Y   Z  
  Home Top 10 Fachbereiche News Hilfe & FAQ
 

Faktornachfrage

Nachfrage des Unternehmens nach Faktoren (Inputs), um hiermit marktfähige Güter zu erstellen. Bei der Faktornachfrage handelt es sich somit um eine abgeleitete Nachfrage, d.h. sie wird aus der Nachfragefunktion auf dem Absatzmarkt abgeleitet.

eines Unternehmens wird vom Unternehmensziel, der Produktionstechnologie und den Bedingungen auf den Faktor- und Produktmärkten bestimmt. Sie ergibt sich aus den jeweils zugrundeliegenden Input-regeln (Gewinnmaximierung). a) Ist das Unternehmen Mengenanpasser auf allen Märkten, kann die Faktor-nachfrage mittels Faktornachfragefunktionen beschrieben werden.
1. Die (gewöhnliche) Faktornachfragefunktion gibt die Nachfrage nach dem Produktionsfaktor j als Funktion des Produktpreises und der Preise aller Produktionsfaktoren an:
Faktornachfrage Faktomachfragefunktionen sind stets homogen vom Grade 0 (Homogenität) und können deshalb auch in der Form Xi = X)(9 geschrieben werden. Die Funktion ergibt sich aus der Gewinnmaximierungsregel für Mengenanpasser, nach welcher das Wertgrenzprodukt dem jeweiligen Faktor-preis gleich sein muß. Die Nachfrage nach dem Faktor j nimmt normalerweise (Ausnahme: inferiorer Faktor) mit dem Produktpreis zu und mit dem eigenen Preis ab. Die Reaktion auf Preisänderungen anderer Faktoren ist wegen gegenläufiger Effekte uneindeutig. Die nähere Gestalt der Faktornachfragefunktion hängt von der Gestalt der Produktionsfunktion ab.
2. Die kompensierte Faktornachfragefunktion zeigt an, welche Nachfrage nach dem Faktor j bei alternativen Faktorpreisen jeweils getätigt wird, wenn eine bestimmte Produktionsmenge Yp kostenminimierend produziert werden soll:
Faktornachfrage Die kompensierte Faktornachfrage ist (normalerweise) umso höher, je höher die vorgegebene Produktionsmenge ist, und sie ist umso höher (niedriger), je höher der Preis anderer Produktionsfaktoren (des Faktors j) ist.
3. Durch Aggregation der individuellen Nachfrage(-funktionen) erhält man die jeweilige Gesamtnachfrage für den Faktor j• b) Hat das Unternehmen auf einem oder mehreren Märkten Preissetzungsmacht, muss zur Erklärung der Faktornachfrage die allgemeine Inputregel »Grenzumsatzprodukt = Grenzausgabe« in geeigneter Weise angewendet werden (Gewinnmaximierung). Ist ein Unternehmen zum Beispiel auf dem Markt für den Faktor j alleiniger Nachfrager (Monopsonist) und auf allen anderen Märkten Mengenanpasser, so fragt es vom Faktor j diejenige Menge nach, bei der die Grenzausgabe für den Faktor gerade gleich seinem Wertgrenzprodukt ist. Bestimmungsgründe der Faktornachfrage sind in diesem Fall die Preise auf den Märkten, auf denen das Unternehmen Mengenanpasser ist, und die Eigenschaften der Angebotsfunktion auf dem Markt für Faktor j. Literatur: Ott, A.E. (1986)

Vorhergehender Fachbegriff: Faktormuster (Struktur) | Nächster Fachbegriff: Faktorpreis



  Diesen Artikel der Redaktion als fehlerhaft melden & zur Bearbeitung vormerken




   
 
 

   Weitere Begriffe : SZR | Textkommunikation | Verbund wirtschaft

   Praxisnahe Definitionen

Nutzen Sie die jeweilige Begriffserklärung bei Ihrer täglichen Arbeit. Jede Definition ist wesentlich umfangreicher angelegt als in einem gewöhnlichen Glossar.

  Marketing

  Definition

  Konditionenpolitik

   Fachbegriffe der Volkswirtschaft

Die Volkswirtschaftslehre stellt einen Grossteil der Fachtermini vor, die Sie in diesem Lexikon finden werden. Viele Begriffe aus der Finanzwelt stehen im Schnittbereich von Betriebswirtschafts- und Volkswirtschaftslehre.

  Investitionsrechnungen

  Marktversagen

  Umsatzsteuer

   Beliebte Artikel

Bestimmte Erklärungen und Begriffsdefinitionen erfreuen sich bei unseren Lesern ganz besonderer Beliebtheit. Diese werden mehrmals pro Jahr aktualisiert.

  Cash Flow

  Bausparen

  Fremdwährungskonto


     © 2017 Wirtschaftslexikon24.com       All rights reserved.      Home  |  Datenschutzbestimmungen  |  Impressum  |  Rechtliche Hinweise
Aktuelles Wirtschaftslexikon