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Faktorpreis

in Geldeinheiten bewerteter Produktionsfaktor

Kostenwert

Faktorpreise, d.h. Preise für die zur Leistungserstellung und -verwertung erforderlichen Produktionsfaktoren, sind Kostenbestimmungsfaktoren und bilden sich in Marktwirtschaften durch Angebot und Nachfrage. Änderungen der Faktorpreise verursachen Kostenänderungen. Gutenberg unterscheidet zwei Fälle: Änderungen der Faktorpreise können direkt Kostenänderungen hervorrufen, sie können aber auch indirekte Kostenwirkungen bewirken. 1. Direkte Kostenbeeinflussung. Bei atomistischer Konkurrenz sind die Faktorpreise für den Betrieb ein Datum, d.h. sie sind von den nachgefragten Faktormengen unabhängig. Die Wirkung von Faktorpreisänderungen zeigt folgendes Beispiel für zwei Produktionsfaktoren R1 und R2, deren Verbrauchsmengen r1 und r2 vom Beschäftigungsgrad x abhängig sind.

Beeinflußt die nachgefragte Menge den Faktorpreis, so ist die Situation anders. Gelten die niedrigeren Faktor-preise für geringere Mengen, so wird sich in der Kostenfunktion an der Stelle ein Sprung zeigen, von der ab die höheren Preise Geltung haben (s. Graph b):

Steigen die Faktorpreise kontinuierlich mit steigender Nachfragemenge, ergeben sich nicht-lineare Kostenfunktionen.

Haben die höheren Faktorpreise nur für die Mehrnachfragemenge Geltung (z.B. Überstundenzuschläge für Mehrarbeit), weist die Kostenfunktion folgendes Aussehen auf.

2. Indirekte Kostenbeeinflussung. Der Betrieb kann versuchen, steigenden Faktorpreisen dadurch auszuweichen, daß er z.B. auf eine niedere Faktorqualität übergeht, bei Lohnsteigerungen die Beschäftigung drosselt usw. Da aber Faktorqualitäten und Beschäftigung ebenfalls als Kostenbestimmungsfaktoren gelten, liegt in solchen Fällen eine indirekte Kostenbeeinflussung durch Faktorpreisänderungen vor.

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