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Kapitalumschlagsdauer

(Prozeßgeschwindigkeit) reziproker Wert der Kapitalbindungsdauer. Die Kapitalumschlagdauer bezeichnet die Geschwindigkeit des betrieblichen Umsatzprozesses im leistungswirtschaftlichen Bereich (Beschaffung, Fertigung, Absatz) und finanzwirtschaftlichen Bereich der Unternehmung. Ihre Erhöhung (Senkung) gelingt im leistungswirtschaftlichen Bereich durch Verkürzung (Verlängerung) der Lagerdauerzeiten bei den Eingangs-, Zwischen-, Endlagern und Verkürzung (Verlängerung) der Fertigungsprozesse. Eine Erhöhung (Senkung) im finanzwirtschaftlichen Bereich wird bewirkt durch: Verminderung (Erhöhung) der Debitorenumschlagsdauer und Erhöhung (Senkung) der Kreditorenumschlagsdauer.
Grundsätzlich wird die Unternehmung bemüht sein, die Prozeßgeschwindigkeit in der Richtung zu variieren, daß sich die Kapitalbindungsdauer je Prozeß verkürzt, da dann ein entsprechender Kapitalfreisetzungseffekt eintritt. Ein Geschäftsvolumen in der bisherigen Größenordnung kann dann mit einem geringeren Kapitaleinsatz finanziert werden. Inwieweit hierdurch das Liquiditäts- und Rentabilitätsstreben miteinander in Konflikt geraten, ist im Einzelfall zu prüfen.

Die Kapitalumschlagsdauer ist das Verhältnis des investierten Kapitals zum Umsatz; es ist das reziproke Verhältnis des Kapitalumschlags. Eine Kapitalumschlagsdauer von z.B 1/6 bedeutet, daß sich das Kapital alle zwei Monate umgeschlagen hat. Die Kapitalumschlagsdauer, auch Prozeßgeschwindigkeit, Prozeßdauer oder Prozeßzeit genannt, bezeichnet die Geschwindigkeit des betrieblichen Umsatzprozesses im leistungswirtschaftlichen Bereich. Sie ist eine wichtige Determinante zur Ermittlung des Kapitalbedarfs. Ihre Erhöhung (Verminderung) vermindert (erhöht) den Kapitalbedarf.

Die Kapitalumschlagsdauer gibt an, in welcher Zeit ein bestimmter Kapital oder Vermögensbestand einmal umgeschlagen wird. Der reziproke Wert wird als Umschlagshäufigkeit bezeichnet und weist aus, wievielmal ein Kapital bzw. Vermögensbestand sich in einer Periode umschlägt. Umschlagsdauer (in Tagen) = durchschnittlicher Kapitalbestand 365 Abgang in der Periode Umschlagshäufigkeit = Abgang in der Periode durchschnittlicher Kapitalbestand Der durchschnittliche Kapitalbestand wird vereinfacht durch das arithmetische Mittel aus Periodenanfangs und Periodenendbestand ermittelt. An die Stelle der Bestandsabgänge tritt meist der Umsatzerlös als Ersatzgröße:

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